"Es geht ihm in der Haft natürlich nicht gut, aber er ist ein Kämpfer", meint sein Anwalt Franz Großmann, der sich um die AvW-Belange derzeit kümmert. Das Gutachten des Grazer Sachverständigen Fritz Kleiner ist derart pointiert, dass es schwer fallen dürfte, Gegenargumente zu finden.
"Madoff vom Wörthersee"
"Wir werden aber Punkt für Punkt zu widerlegen versuchen", so Großmann. Die Vorwürfe beginnen bereits 1991 mit der Gründung der AvW: Wie bereits ausführlich berichtet, ist durchwegs von "Gier" und "Abzocke" die Rede und davon, dass ausgerechnet ein Jurist durch geschickte Manipulationen seiner Genussscheine quasi zum "Madoff vom Wörthersee" avanciert sei.
Der Milliardenjongleur war in den USA mitverantwortlich für die Krise. Dabei wird Auer durchaus auch Talent attestiert: Seine Veranlagungen wären mitunter geschickt gewesen und hätten Gewinne gebracht. Wovon die Anleger wenig gesehen haben dürften. Denn das Gros investierte man immer weiter.
12.000 Gläubiger weiter im Ungewissen
Ob die 12.000 Kunden im Konkursverfahren beteiligt sind, könnte sich am Mittwoch bei der ersten Sitzung des Gläubigerausschusses zeigen. In diesem sitzen neben dem Masseverwalter der AvW auch Kreditschutzverbände und Anlegeranwälte.
von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"
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