07.09.2019 07:20 |

Drama in Tirol

Alpinist (50) stirbt nach Sturz in Gletscherspalte

Jener 50-jährige Alpinist aus Deutschland, der am Freitag in den Ötztaler Alpen gemeinsam mit zwei Begleitern rund zehn Meter tief in eine Gletscherspalte gestürzt war, hat die Nacht auf Samstag nicht überlebt. Der Mann erlag in der Klinik in Innsbruck seinen schweren Verletzungen.

In den Ötztaler Alpen, im Bereich des Taschachferners auf etwa 3650 Meter Seehöhe, sind am Freitag drei Bergsteiger in eine Gletscherspalte gestürzt. Dabei wurden zwei schwer und einer leicht verletzt. Sie hatten zuvor als fünfköpfige Gruppe von der Breslauer Hütte (Gemeindegebiet Sölden) aus ihren Aufstieg gestartet, zwei Gruppenmitglieder kehrten jedoch bald wieder um. Die beiden setzen gegen 14 Uhr für die Verunglückten einen Notruf ab - den genauen Ablauf des Unglücks gab die Polizei noch nicht bekannt.

Schwierige Bergung
Doch das Wetter spielte bei der Bergung nicht mit. Die Rettungshubschrauber konnten wegen Schneefall, Wind und Nebel nicht bis zur Unfallstelle fliegen. Die Einsatzkräfte wurden mit dem Polizeihubschrauber und zwei Notarzthubschraubern so weit nach oben wie möglich gebracht. Von dort mussten die Bergretter zu den Verunglückten aufsteigen. „Insgesamt standen etwa 60 Einsatzkräfte der Bergrettung, ein Bergrettungs-Notarzt, die Alpinpolizei und zwei Notarzt- sowie ein Polizeihubschrauber im Einsatz“, informiert die Polizei über das Rettungsteam.

Nach Stunden endlich sicher
Um 17.20 Uhr erreichten die Einsatzkräfte den Unfallort. „Die Bergung der verunglückten Bergsteiger bis zum Spaltenrand konnte gegen 18.15 Uhr beendet werden“, gab die Polizei bekannt. Der Abtransport der Verletzten erfolgte gegen 18.30 Uhr per Gebirgstragen in Richtung Pitztaler-Gletscherschigebiet.

Nach ihrer Bergung wurden die verletzten Bergsteiger in Gebirgstragen über den Gletscher und anschließend zum Mittelbergjoch (2419 Meter) gebracht. In weiterer Folge konnten die drei Deutschen mit Pistenraupen bzw. der Mittelbergjochbahn ins Tal gebracht werden. Der lebensgefährlich verletzte 50-Jährige wurde in die Universitätsklinik Innsbruck eingeliefert, wo er am Samstag seinen schweren Verletzungen erlag. Seine beiden Begleiter kamen ins Krankenhaus Zams.

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