05.09.2019 10:12 |

Keine Kooperation

Tanker-Kapitän lehnte Millionen-Angebot der USA ab

Die US-Regierung hat dem Kapitän des wochenlang vor Gibraltar festgesetzten iranischen Tankers Adrian Darya 1 Zahlungen in Millionenhöhe für eine Zusammenarbeit mit den US-Behörden angeboten. Der Kontaktmann des US-Außenministeriums für den Iran, Brian Hook, habe dem Mann per E-Mail mehrere Millionen Dollar angeboten, sagte eine Ministeriumssprecherin am Mittwoch in Washington und bestätigte damit Berichte der „Financial Times“. Im Gegenzug sollte der indische Kapitän den Tanker in den Hafen eines Landes steuern, in dem er beschlagnahmt werden könnte. Der Mann habe das Angebot abgelehnt, hieß es.

Großbritannien hatte den mit iranischem Erdöl beladenen Tanker Anfang Juli vor dem britischen Überseegebiet Gibraltar unter dem Verdacht festgesetzt, dass er entgegen der EU-Sanktionen Öl nach Syrien liefern wolle. Die rechtlich umstrittene Entscheidung führte zu einem langen Disput mit dem Iran, im Zuge dessen die iranischen Revolutionsgarden einen britischen Tanker im Persischen Golf festsetzten.

Ein Gericht in Gibraltar erlaubte dem Supertanker, der früher unter der Flagge Panamas und dem Namen Grace 1 unterwegs war, schließlich Mitte August - gegen den Widerstand der US-Regierung - die Weiterfahrt. Bedingung war, dass der mit Rohöl im Wert von 140 Millionen Dollar (rund 127 Millionen Euro) beladene Tanker unter iranischer Flagge fährt.

Tanker kann nicht mehr geortet werden
Seitdem war der Tanker laut den Schifffahrtsdaten des Portals „Marinetraffic“ in Richtung östliches Mittelmeer unterwegs. Am Dienstag wurde bekannt, dass das Schiff das Signal ausgeschaltet hat, mit dem es geortet werden kann. Zu diesem Zeitpunkt befand sich der Tanker rund 85 Kilometer vor der Küste des Libanons und Syriens.

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