Wacker Innsbruck – Dornbirn 2:0 (0:0). – Wahrscheinlich historisch. Zumindest dürfte es seit den 60er-Jahren nicht vorgekommen sein, dass neun (!) Spieler der Anfangsformation des FC Wacker Innsbruck gebürtige Tiroler waren. Und auch für eine Start-Elf ohne Legionär wird man wohl ziemlich weit zurückblättern müssen.
Möglich wurde dies, weil Trainer Walter Kogler den Brasilianer Mossoro auf der Bank ließ, und weil Uli Winkler wegen seines lädierten Fußes doch noch w.o. geben musste.
Die "Tiroler Auswahl" war zweifellos besser als das Tabellenschlusslicht aus Dornbirn. Auch, wenn man das am Pausenstand nicht ablesen konnte. Doch die schwarzgrünen Schützen hatten für ihre "general decharge" das Pulver vergessen. Julius Perstaller setzte einen Idealpass von Bilgen ebenso "kunstvoll" neben das Tor (21.), wie Marcel Schreter eine Flanke um Millimeter verfehlte (24.). Oder wie Marco Kofler einen Schuss vom 11er übers Gehäuse setzte (34.).
Zum Glück befreite Perstaller die Tiroler aber gleich nach Wiederanpfiff vom ärgsten Druck: Nach einem weiten Zuspiel übertölpelte er den Verteidiger und schoss zum 1:0 ein (46.).
Dann hätte es der Abend des Marcel Schreter werden können, doch der Telfer versemmelte vier Topchancen in Serie (54., 63., 64., 68.) - da traf Trainer Kogler vor Wut die Wasserflasche wesentlich besser.
Dornbirns beste Chance durch Domeraud vereitelte Torhüter Grünwald (61.). Und der kurz zuvor eingewechselte Unterrainer machte den 2:0-Heimsieg fix. Ein exzellent herausgespieltes Tor: Obernosterer für Perstaller, seinen Stanglpass schob "Unti" über die Linie (72.).
von Georg Fraisl, Tiroler Krone
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