Abgekartetes Spiel?

Causa Hypo: Holub droht Zeugen mit dem Staatsanwalt

Kärnten
06.05.2010 14:29
Mit Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft hat der Vorsitzende des Hypo-Untersuchungsausschusses im Kärntner Landtag Rolf Holub (Grüne) Zeugen gedroht, wenn sie im ersten Untersuchungsausschuss die Unwahrheit gesagt haben sollten.

Man habe jetzt neuere Erkenntnisse darüber, wie 2007 der Kauf der Kärntner Hypo Group Alpe Adria (HGAA) durch die Bayerische Landesbank (BayernLB) abgelaufen sei, sagte Holub nach einem Informationsaustausch mit der Fraktion der Grünen im bayerischen Landtag am Donnerstag in München. Man werde die Aussagen, die diese Zeugen im ersten und zweiten Untersuchungsausschuss getätigt haben, "übereinanderlegen. Überall, wo gelogen wurde, gibt es Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft".

Der Vertreter der Grünen im bayerischen BayernLB/Hypo-Untersuchungsausschuss, Sepp Dürr, bestätigte Medienberichte, wonach der frühere BayernLB-Vorstandsvorsitzende Werner Schmidt eingeräumt habe, dass bereits Ende 2006 Gespräche über den Kauf der Hypo Alpe Adria durch die BayernLB mit ihm geführt worden seien. Er habe das "auch in den Akten gelesen", sagte Dürr.

Ein abgekartetes Spiel?
Wenn dies zuträfe, dann wäre nicht nur eine Reihe von bisherigen Angaben falsch, es würde auch den Verdacht eines abgekarteten Spiels erhärtet, bei dem der Investor Tilo Berlin und eine Gruppe betuchter Investoren Gewinne in dreistelliger Millionenhöhe gemacht haben. 

Im ersten Kärntner HGAA-Untersuchungsausschuss hatte Schmidt unter anderem behauptet, Berlins Investorengruppe hätten HGAA-Anteile erworben, bevor die BayernLB ihr Kaufinteresse bekundet habe.

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