Mit 500 Tonnen Stahl:

Donaubrücke „für 100 Jahre“ muss verstärkt werden

Was die „Krone“ schon im März geschrieben hat - siehe hier - geistert nun erneut durch diverse Medien: Prüfstatiker hatten herausgefunden, dass die Ersatzbrücke für die Eisenbahnbrücke etwas zu schwach dimensioniert ist und 500 Tonnen Stahl fehlen. Kein Problem der Tragfähigkeit, aber der Lebensdauer, so Vizestadtchef Markus Hein, FPÖ.

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„Wir bauen eben für 100 Jahre, die Franzosen offenbar nur für 50“, begründet Markus Hein den stählernen Zusatzbedarf zu den ohnehin schon veranschlagten 8000 Tonnen. Ob sich da jetzt wer in Paris, beim Sieger des Projektwettbewerbs, verrechnet habe oder eben unterschiedliche Lebensdauernormen zugrunde gelegt worden seien, erscheint ihm als „nebensächlich“. Wichtig sei, dass das Problem erkannt worden sei.

Brücke hält auch Eisenbahn aus
Könnte es denn nicht auch sein, dass Linz nachträglich die Erfordernisse an die Brücke in Sachen Tragfähigkeit verändert habe? Es geht ja das Gerücht, dass sie nur für die Straßenbahn ausgelegt worden sei und nicht für die schwereren Stadtbahngarnituren der Mühlkreisbahn? „Das stimmt nicht“, beteuert Hein. „Es war immer geplant, dass die Brücke statisch die Mühlkreisbahn aushält.“

Mehrkosten und längere Baudauer
Am Sachverhalt der fehlenden 500 Tonnen habe sich seit März nichts geändert; größere Klarheit über Mehrkosten und Bauzeitverlängerung dadurch gebe es auch noch nicht.

Auch Stahlbau startet bald
Fortschritte sind dennoch erkennbar. Zum Beispiel bei den Tiefbauarbeiten auf Linzer Seite, wo die Stein- und Erdhügel bereits weggeräumt sind und die Brückenauffahrt erkennbar wird. Auch mit den ersten Stahlbauarbeiten werde noch im September begonnen, am Montageplatz in Urfahr.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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