Südkorea klagt an

Bericht: Nordkorea für Schiffsunglück verantwortlich

Ausland
06.05.2010 09:46
Nordkorea dürfte doch in den mysteriösen Untergang eines südkoreanischen Kriegsschiffes Ende März im Gelben Meer verwickelt sein. Bei den Untersuchungen des Wracks seien Spuren von Sprengstoff gefunden worden, der von einem Torpedo stamme, berichtete die südkoreanische Zeitung "Dong-A Ilbo" unter Berufung auf ein Mitglied des Ermittlungsteams. Ermittler seien zu dem Schluss gekommen, dass wahrscheinlich Nordkorea das Schiff versenkt hat.

Laut "Dong-A Ilbo" wurden Aluminiumsstücke von einem Torpedo sichergestellt. Diese Art von Aluminium werde nicht in Südkorea verwendet. Es komme deshalb nur ein Land infrage, das das südkoreanische Schiff angegriffen habe, wird ein Ermittler zitiert. 

Das Verteidigungsministerium in Seoul sagte nur, dass die Untersuchungen noch andauern. Ein Regierungsvertreter bestätigte aber laut Südkoreas Nachrichtenagentur Yonhap, dass winzige Sprengstoffreste in dem Wrack aufgespürt worden seien. Ob die Reste von einem Torpedo stammten, werde in den nächsten Tagen festgestellt. 

Korvette am 26. März gesunken
Zuletzt hatte es öfters Spekulationen gegeben, wonach das kommunistische Nachbarland Nordkorea die 1.200-Tonnen-Korvette an der umstrittenen Seegrenze vor der Westküste Südkoreas am 26. März versenkt haben soll. Dort hat es wiederholt Gefechte zwischen Kriegsschiffen beider Länder gegeben. Die Regierung in Seoul vermied es jedoch bisher, Nordkorea offen zu beschuldigen.

Erste Untersuchungen an dem geborgenen Wrack der "Cheonan" hatten bereits im April Hinweise dafür geliefert, wonach das Schiff infolge einer Torpedo- oder Seeminenexplosion gesunken war. Nordkorea bestreitet eine Verwicklung in den Zwischenfall, bei dem 46 Matrosen starben.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
06.05.2010 09:46
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung