22.08.2019 07:23 |

In Elsbethen:

Mit Aus für Mini-Schule geht Ära zu Ende

Die Volksschule Vorderfager ist mit Schulstart Geschichte: Zuletzt besuchten nur noch sechs Kinder den familiären Schulbetrieb hoch über Elsbethen, der immer wieder mit Schließungsabsichten für Kleinstschulen konfrontiert war. Zu ist jetzt einmal für drei Jahre, dass wieder aufgesperrt wird, glaubt aber niemand.

Von den 182 Volksschulen in Salzburg bleibt mit kommenden Schuljahr nur Vorderfager zu. Die Gemeinde habe den Antrag gestellt, heißt es aus dem Bildungsressort von Landesrätin Maria Hutter. Bis auf Göming gibt es weiterhin in jeder Gemeinde mindestens eine Volksschule.

In Vorderfager sind die Schülerzahlen stark zurückgegangen: Einige Eltern hätten ihre Kinder auch in die Haupt-Volksschule im Ort umschulen lassen, weil sie mit dem Angebot nicht mehr rundum zufrieden waren, heißt es. Zwischen sechs und 16 Schüler besuchten die einzige Klasse.

Die kleine, familiäre Einheit prägte die Kleinen für später. Seit 1913 kamen hier Kinder sehr wohnortnah in die Schule: „Natürlich war es ein trauriges Gefühl“, erzählt die langjährige Schulleiterin, dass sie schweren Herzens das letzte Mal die Schultür zusperrte.

Bürgermeister Franz Tiefenbacher: „Die Schule hat jetzt einmal für drei Jahre zu.“ An einen Neustart glaubt in Elsbethen aber niemand. Das Schulgebäude, das gut in Schuss ist, soll öffentlich zugänglich und vor allem für Vereine - wie die Eglseer - da sein.

Sabine Salzmann
Sabine Salzmann
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