21.08.2019 11:21 |

Ein Jahr ermittelt

Kokain-Bande in Tirol gesprengt: 23 Festnahmen

Schlag gegen die kriminelle Suchtgiftszene in Tirol! Die Polizei konnte eine Bande sprengen, die von Herbst 2017 bis März 2019 fast fünf Kilo Kokain in Tirol und zudem rund einen Kilo Kokain im Burgenland verkauft haben soll. Dies entspreche einem Straßenverkaufswert von 580.000 Euro! Insgesamt wurden 23 Personen festgenommen, über sieben wurde die U-Haft verhängt.

Beinahe ein Jahr hätten die Ermittlungen gedauert, hieß es seitens der Ermittler. Als im August 2018 im Burgenland eine kleine Menge Kokain sichergestellt worden war, hätte sich eine Verbindung nach Tirol ergeben. Ende März 2019 seien im Großraum Imst und in Götzens schließlich die ersten Festnahmen und Hausdurchsuchungen durchgeführt worden. Fünf Männer im Alter zwischen 28 und 57 Jahren und drei Frauen im Alter zwischen 27 und 62 Jahren - alle Österreicher - wurden festgenommen.

Lieferant hatte einen Kilo Koks an Bord
Unter den Festgenommenen befanden sich auch fünf der nunmehr acht Hauptverdächtigen. Sie stehen im Verdacht, für die Organisation, die Finanzierung und den Verkauf des Kokains zuständig gewesen zu sein. Am 1. April wurde dann der Lieferant, ein 38-jähriger Albaner, unmittelbar nach seiner Einreise nach Tirol in Wörgl festgenommen. In seinem Fahrzeug wurde ein Kilo Kokain gefunden.

14 weitere Festnahmen
Die Ermittlungen führten die Beamten schließlich zu zwei weiteren Österreichern aus dem Tiroler Oberland im Alter von 29 und 36 Jahren. Sie stehen im Verdacht, über mehrere Monate Kokain verkauft zu haben. Darüber hinaus wurden noch zwölf weitere Personen ausgeforscht, darunter neun Österreicher, zwei Türken und ein Serbe. Sie sollen Kokain gekauft und teilweise auch in kleineren Mengen weitergegeben haben. Sie werden auf freiem Fuß angezeigt.

Sicherstellungen: Vom Mercedes bis hin zu Silberbarren
Insgesamt wurden ein Kilo Kokain mit einem Straßenverkaufswert von rund 100.000 Euro, das für die Schmuggelfahrt verwendete Fahrzeug, ein Mercedes Kombi, 15 Kilo Silberbarren, Bargeld sowie mehrere Handys sichergestellt. Die Beschuldigten sind laut Exekutive teilweise geständig. Zusätzlich wurden noch weitere 30 Personen als Abnehmer ausgeforscht. Sie werden wegen Vergehens nach dem Suchtmittelgesetz angezeigt.

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