18.08.2019 15:00 |

Obdachloser in Haft

Reiskocher lösten Terroralarm in New York aus

Drei leere Reiskocher haben am Freitag Panik und Terroralarm in New York ausgelöst. Zwei der drei Töpfe waren in der extrem betriebsamen U-Bahn-Station Fulton Street abgelegt worden. Die Haltestelle wurde evakuiert und für zwei Stunden gesperrt. Der dritte verdächtige Gegenstand, der einen Bombenalarm auslöste, befand sich im nördlich gelegenen Ausgehviertel Chelsea. Auch hier konnte Entwarnung gegeben werden. Mithilfe mehrerer Aufnahmen aus Überwachungskameras konnte der Besitzer der Küchenutensilien ausgeforscht werden. Es handelt sich um einen 26-jährigen Obdachlosen.

Der Verdächtige wurde von Überwachungskameras gefilmt, als er die beiden Reiskocher aus einem Einkaufswagen nahm und in der U-Bahn-Station ablegte. Der junge Mann hat nach US-Medienberichten früher in Bruno im Bundesstaat West Virginia gelebt. Wie die Polizei in Logan County mitteilte, wurde er in den vergangenen acht Jahren dreimal festgenommen, unter anderem wegen Waffenbesitzes. Er sollte sich demnach auch vor Gericht verantworten. Weil er sich nicht bei der Polizei und zu Drogentests meldete, wurde er mit einem Haftbefehl gesucht.

In Chelsea, einem auf der Westseite von Manhattan gelegenen Ausgehviertel, waren vor knapp drei Jahren 31 Menschen durch einen Sprengsatz in einem Schnellkochtopf verletzt worden. Verübt wurde der Anschlag von einem US-Bürger afghanischer Herkunft. Der mit dschihadistischen Bewegungen sympathisierende Mann wurde im Februar 2018 zu lebenslänglicher Haft verurteilt. Die U-Bahn-Haltestelle Fulton Street wiederum befindet sich in der Nähe des World Trade Centers, dem Ort der Anschläge vom 11. September 2001.

Mann soll psychische Probleme haben
Doch terroristische Motive werden dem 26-Jährigen nicht nachgesagt. Sein Bruder und eine andere Familienangehörige erklärten gegenüber US-Medien, dass es sich beim Verdächtigen um eine Person „mit mentalen Problemen“ handle, die „gerne Sachen aufhebt und dann an einem anderen Ort ablegt“.

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