Versteckt in einem Innenhof in der Kaiserjägerstraße befindet sich die Werkstatt von Ernst Huber. Der junge Mann hat sich ein sehr altes Handwerk ausgesucht. Er ist Drechsler-Meister, einer von nur noch einem Dutzend in ganz Österreich.
Wenn Huber von seinem Beruf erzählt – einem Beruf, von dem er gar nicht leben kann –, dann kommt er ins Schwärmen. Von der Einzigartigkeit des Werkstoffes Holz ist da die Rede, von der Spontanität, von der jedes handgefertigte Werkstück zeugt.
Zu den historischen Handwerksbetrieben
"Hand und Fuß" heißt die Führungs-Reihe, bei der die beiden "StadtführerINNen" Mairoser und Schafferer ihre Kunden zu historischen Handwerksbetrieben entführen. Die Drechslerei von Ernst Huber ist neu im Programm, ebenso der Maskenbildner des Landestheaters. Weitere Ziele sind eine Porzellanwerkstatt und ein Goldschmied, ein Geigenbaumeister und eine Traditionsbäckerei.
Die Reihe "Stein und Bein" führt zu Gräbern bekannter Persönlichkeiten auf Innsbrucks Friedhöfen. "Die Kultur dieser Orte spiegelt die Geschichte der Stadt wider. Friedhöfe machen Trauer sichtbar und den Umgang mit dem Tod", erklärt Mairoser. Bei den Führungen "Links und Rechts" geht es um Straßenzüge und Wege in der Stadt, um die Herkunft von Straßennamen und um vergessene Stadtzentren.
Bedeutung der Maria-Theresien-Straße
Zum Jubiläum neu im Programm: "Pro und Contra". Schafferer: "Dabei führen wir zu identitätsstiftenden Orten. Heuer haben wir uns die Maria-Theresien-Straße ausgesucht. Wir beleuchten ihre historische und ihre aktuelle Bedeutung. Dabei bleibt natürlich auch viel Raum für Diskussionen über gegenwärtige Entwicklungen in der Straße."
700 Interessierte haben in den vergangenen fünf Jahren die insgesamt 50 Führungen der "StadtführerINNen" besucht. Im Jubiläumsjahr stehen bis 30. Oktober 14 Stadt-Spaziergänge auf dem Programm. Termine und Informationen siehe Link in der Infobox.
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