WK empört über AK

„Psychopharmaka-Konsum hat verschiedene Faktoren“

Der Psychopharmaka-Konsum in Oberösterreich steigt und steigt – wir berichteten. Die Arbeiterkammer führt dies auf den enormen Stress in der Arbeit zurück. Jetzt meldet sich auch die Wirtschaftskammer zu Wort – man dürfe auch den privaten Druck und Freizeitstress bei dieser heiklen Thematik nicht vergessen.

„Wir brauchen kürzere Arbeitszeiten, mehr Personal und eine realistische Arbeitsplanung, um psychische Erkrankungen zu verhindern“, fordert AK-Präsident Johann Kalliauer. Diese Meinung findet bei der Wirtschaftskammer wenig Anklang: „Die Anzahl der psychischen Erkrankungen steigt, aber da spielen viele Faktoren mit, Freizeitstress ist ein riesen Thema“, so Doris Hummer, WKOÖ.

Wiedereingliederungsteilzeit
Auch, dass viele Betroffene ihren Job wegen der psychischen Erkrankung verlieren, kann Hummer nicht bestätigen: „Seit Juli 2017 gibt’s die Wiedereingliederungsteilzeit. Betroffene fangen mit einer geringeren Stundenanzahl an, kommen leichter wieder in den Job zurück. 2018 gab’s mehr als 2500 solcher Fälle. Wir arbeiten daran, Unternehmer zu unterstützen.“

Psychotherapie könnte helfen
Wolfgang Schimböck, Vorsitzender der Psychotherapeuten, geht davon aus, dass mehr als 100.000 Oberösterreicher Psychopharmaka verschrieben bekommen: „In vielen Fällen wäre eine Therapie besser, einen krankenkassenfinanzierten Platz gibt’s aber nur für jeden Zehnten. Da muss etwas passieren.“

Lisa Stockhammer, Kronen Zeitung

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