"Ich kenne kein Bad in Tirol, das schwarze Zahlen schreibt", erklärte Figl am Donnerstag bei der Bilanz-Pressekonferenz im Tivoli Freibad in Innsbruck. Dort wird bereits seit Wochen eifrig gearbeitet, um das Bad rechtzeitig für die Sommersaison fit zu machen. "Wir sperren wie die meisten Freibäder kommende Woche auf. Derzeit ist es einfach noch zu kalt", sagt Karlheinz Bader, Chef aller IKB-Bäder. Geschlossen ist zwar auch noch der Baggersee, doch dort tummelten sich am Donnerstag schon zahlreiche Sonne- und Badehungrige. Trotz nur 16 Grad Wassertemperatur…
Warum gibt es keinen Gewinn?
Dass Badeanstalten nicht in der Lage sind, schwarze Zahlen zu schreiben, hängt laut Figl und Bader zum einen mit den hohen Betriebskosten und zum anderen mit den niedrigen Eintrittspreisen zusammen. "Wir bekommen im Schnitt pro Badegast acht Euro, es müssten aber zumindest zehn bis elf Euro sein", sagt Figl, der Betreiber der "Freizeit Arena" in Sölden ist.
Im Tivoli Freibad wurden heuer übrigens 260.000 Euro in eine neue Wasserrutsche investiert - sie wurde um 20 auf 70 Meter verlängert.
Die Energiekosten waren im Winter zwar leicht rückläufig - im Schnitt um 6 Prozent auf 130.000 Euro pro Betrieb gefallen -, doch dafür stiegen die Wasser- und Kanalgebühren (von 27.000 auf 33.000 Euro pro Betrieb).
Die 21 Tiroler Bäderbetreiber beschäftigen übrigens 323 Mitarbeiter, laut einer Umfrage der Wirtschaftskammer Tirol bewerten sieben ihre wirtschaftliche Situation als besser, neun als gleich gut und nur fünf als schlechter als 2009.
Für die nächste Woche beginnende Freibadsaison erwarten die mehr als 100 Betriebe heuer zwei Millionen Gäste.
von Markus Gassler, Tiroler Krone
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