09.08.2019 08:00 |

Schönberg

„Die Mautner brauchen wir auch weiterhin!“

Obwohl sich die Bezahlung der Autobahnmaut immer mehr ins Internet verlagert, geht den Mautnern in Schönberg die Arbeit nie aus: Denn für viele Autofahrer sind sie zugleich Ansprechpartner und Auskunftsperson in Verkehrsfragen. Reisezeit bedeutet Sonderschicht für 100 Mautner mit rund einer Million Pkw pro Monat!

Aller Digitalisierung zum Trotz: Ohne Menschen vor Ort geht es nicht. Das sieht die Autobahngesellschaft Asfinag an Österreichs größter Mautstelle in Schönberg jeden Tag. 60 fixangestellte Mautner und 40 Ferialkräfte versehen täglich rund um die Uhr sieben Tage die Woche an einer der 26 Fahrspuren Dienst. Dabei geht es aber nicht nur um Einheben von Bargeld. „

„Service Drive-In“
Für viele Autofahrer ist der Mautner auch Ansprechperson für Verkehrsfragen aller Art. Wir sehen die Mautstelle zunehmend als Service Drive-In“, erklärten gestern die Asfinag-Mautexperten Stefan Zangerle, Ursula Zechner und Rudi Nagele. Klar, dass Autofahrer dort auch ihren Frust ablassen. „Das betrifft aber meistens den Vordermann, der eine gefühlte Ewigkeit in seiner Geldtasche die Maut zusammenkratzt“, berichtet Nagele aus der Praxis.

Die 18-jährige Laura Nagiller ist eine von den Ferialkräften. Ihre Schicht dauert acht Stunden mit einer halbstündigen Pause dazwischen. „Der Job ist fordernd, aber auch gut bezahlt“, sagt sie. Bis zu 2000 Autofahrer bringt sie in einer Schicht durch.

„Digitale Vignetten forcieren“
Die Video-Spuren schaffen ein Vielfaches davon. „Wir wollen die digitalen Vignetten weiter forcieren“, sagt Zechner, Geschäftsführerin der Maut-Service-Gesellschaft. Mit Abstand beliebtestes Produkt ist die Jahresvignette, die zu 50 % online gekauft wird. Ziel ist es, das digitale Angebot in Form von Streckenmauttickets und Kurzzeitvignetten bei Touristen bekannter zu machen: „Mit Kennzeichen-Erkennung und einer eigenen Spur kann der Verkehr flüssiger gestaltet werden.“ In Grenznähe bzw. am Zirler Berg hat die Asfinag zuletzt Automaten aufgestellt. „Wir haben ein schönes digitales Paket geschnürt. Aber ohne die Menschen geht es nicht!“

Philipp Neuner
Philipp Neuner
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