21.07.2019 11:31 |

Konflikt mit dem Iran

Maas: „Es geht darum, einen Krieg zu verhindern!“

Der Konflikt im Persischen Golf zwischen dem Iran und den USA bzw. Großbritannien droht nach der Festsetzung eines britischen Tankers durch die iranischen Revolutionsgarden (Video oben) zu eskalieren. Nachdem die Briten am Samstag „mit ernsthaften Konsequenzen“ drohten, hat sich nun auch der deutsche Außenminister Heiko Maas zu Wort gemeldet. In der „Bild am Sonntag“ warnte der SPD-Politiker: „Es geht darum, Krieg zu verhindern!“

„Darauf sind alle Bemühungen mit den europäischen Partnern und den Staaten der Region gerichtet“, so Maas. Nach den jüngsten Entwicklungen sei die Situation am Golf „noch ernster und gefährlicher geworden“ als sie ohnehin schon ist. „Bei einer möglicherweise unkontrollierbaren militärischen Eskalation gäbe es keine Gewinner, nur Verlierer.“

Stimme der Vernunft statt Scharfmacher
Maas appellierte angesichts möglicher Folgen eines Krieges an die Vernunft der iranischen Machthaber. „Gerade in Teheran muss man jetzt seiner Verantwortung gerecht werden und nicht weiter an der Eskalationsspirale drehen.“ Es komme jetzt „auf die Stimmen der Vernunft an, nicht das Feld den Scharfmachern zu überlassen“. Dazu brauche es „kluge Diplomatie, die Gesprächskanäle offenhält, Wege zur Vertrauensbildung findet und Spannungen abbaut - auch wenn es mühselig erscheint, gerade dann“.

Crew des Tankers laut Iran wohlauf
Der Öltanker Stena Impero war unter britischer Flagge in der Straße von Hormus gefahren, ehe er vom Iran gemeinsam mit einem anderen Schiff, das seine Fahrt nach kurzer Zeit fortsetzten durfte, festgesetzt wurde. Der Tanker soll iranischen Angaben zufolge internationale Vorschriften nicht beachtet haben. 
Die 23 Besatzungsmitglieder sind nach iranischen Angaben wohlauf. Sie seien alle an Bord in Sicherheit und bei guter Gesundheit, sagte der Chef der Hafen- und Seefahrtbehörde der Provinz Hormozgan, Allahmorad Afifipour, am Sonntag.

Der schwedische Besitzer des Tankers kündigte an, sich um einen Besuch bei der Besatzung zu bemühen. Ein entsprechender Antrag werde bei den iranischen Behörden gestellt. Bei der Crew handelt es sich um 18 Inder sowie Seeleute aus Lettland, den Philippinen und Russland.

Die Führung in Teheran hatte mit Vergeltung für die Festsetzung eines iranischen Tankers durch die britische Marine vor Gibraltar Anfang Juli gedroht. Es wird vermutet, dass das Schiff unter Verstoß gegen EU-Sanktionen Öl nach Syrien liefern sollte.

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