18.07.2019 08:00 |

Im Zillertal

Gülle verunreinigte Trinkwasser-Quelle

Die Qualität des verunreinigten Trinkwassers in der Tiroler Gemeinde Buch ist - wie berichtet - dank des Hinzuführens von Chlor wiederhergestellt. Auch in Hainzenberg stellten Experten Bakterien im Trinkwasser fest. Kurzzeitig musste die Bevölkerung einen Leitfaden befolgen, doch seit Mittwoch ist das Wasser wieder genießbar.

Das Hochwasser im Juni hat dem Tiefbrunnen in Buch ordentlich zugesetzt. Coliforme- sowie Fäkalbakterien haben das Trinkwasser ungenießbar gemacht. Die Bevölkerung musste es in den vergangenen Tagen vor dem Gebrauch desinfizieren und mindestens drei Minuten lang abkochen.

„Mittels Chlor haben wir das Trinkwasser gereinigt. Nun arbeiten wir eifrig an einer dauerhaften Lösung“, erklärt Bernd Jenewein, Geschäftsführer der ARGE Umwelt-Hygiene GmbH.

Verunreinigung im Zillertal
Auch in Hainzenberg war das Trinkwasser seit Sonntag verunreinigt. Doch nicht das Hochwasser gilt als Auslöser dafür, sondern wohl das dreiste Handeln eines Landwirtes. „Offensichtlich hat jemand mit seiner überschüssigen Gülle die Quelle verschmutzt. Auf diese Weise kamen Fäkalbakterien ins Wasser“, sagt Jenewein.

Doch die Gemeinde rund um Bürgermeister Georg Wartelsteiner hat rasch reagiert. „Am Sonntag dürfte die Verschmutzung passiert sein, am Montag haben wir das Trinkwasser testen lassen und die Verunreinigung festgestellt. Wir haben unverzüglich die Anrainer der vier Ortsteile Bichl, Dörfl, Unterberg und Schweiberweg informiert“, schildert Wartelsteiner. Sie mussten das Wasser - wie in Buch - vor Gebrauch abkochen.

Quelle ausgeleitet, Hochbehälter gereinigt
Die Quelle wurde ausgeleitet und der Hochbehälter gereinigt. „Nun klären wir ab, wie wir die Quelle zukünftig schützen können. Dafür haben wir Zeit, da die Gemeinde zum Glück über mehrere Wasserquellen verfügt“, erklärt Jenewein.

Jasmin Steiner
Jasmin Steiner

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