17.07.2019 07:00 |

Lösung wird erarbeitet

Sorgen in Buch: Flut verunreinigte Trinkwasser

Das Hochwasser im Juni in Tirol hinterließ – wie berichtet – Schäden in Millionenhöhe. Auch die Gemeinde Buch bekam das Ausmaß zu spüren. Das Hochwasser führte zu Verunreinigungen im Trinkwasser. Betroffen sind die Ortsteile Maurach und St. Margarethen. An der Behebung wird derzeit eifrig gearbeitet.

Die Trinkwasserversorgung in der Unterländer Gemeinde ist bekanntlich seit Jahren herausfordernd. Daher wird das Wasser regelmäßig untersucht. „Umfangreiche Routineproben werden monatlich durchgeführt“, erklärt Vizebürgermeister Martin Kirchmair.

„Verantwortlichen haben rasch reagiert“
Eine Tatsache, die Bernd Jenewein, Chef der ARGE Umwelt-Hygiene GmbH, bestätigt. Sein unabhängiges Unternehmen wurde mit der ständigen Prüfung beauftragt. „Im Zuge des Hochwassers hat die Gemeinde bemerkt, dass mit dem Tiefbrunnen, aus dem das Trinkwasser stammt, etwas nicht stimmt. Die Verantwortlichen haben in der Folge rasch reagiert“, so Jenewein.

Der Experte hat sofort Proben genommen. „Noch während des Hochwassers war das Trinkwasser in Ordnung, erst nachdem sich die Wassermassen zurückgebildet hatten, stellte sich bei einer weiteren Kontrollprobe heraus, dass es verunreinigt ist“, teilt Jenewein mit.

„Trinkwasser vor dem Gebrauch abkochen“
Zum einen sind Coliforme-Bakterien im Trinkwasser. „Das ist ein Anzeichen für ein schlecht gefiltertes Oberflächenwasser“, weiß der Experte. Zum anderen befinden sich auch Fäkalbakterien im Trinkwasser. „Durch diese Bakterien ist das Wasser derzeit nicht trinkbar. Gesundheitsschädlich ist es unbehandelt nicht, aber keiner kann die absolute Sicherheit garantieren“, erläutert der Fachmann.

Was heißt das für die Bevölkerung? Die Gemeinde hat ein Schreiben verschickt (siehe links). Darin steht: „Wir bitten, das Trinkwasser vor Gebrauch zu desinfizieren bzw. es mindestens drei Minuten abzukochen.“

An dauerhafter Lösung wird rege gearbeitet
Dabei handle es sich laut Jenewein um eine Akutmaßnahme: „Wir müssen das Trinkwasser mit einem geringen Anteil an Chlor versetzen, um es zu reinigen. Bis das erledigt ist, ist die Akutmaßnahme nötig.“

„Wasser kann ein wenig nach Clor riechen“‘
Die Dosierpumpe wurde am Dienstag in den Brunnen eingebaut. „Sobald sich die notwendige Menge im Wasser befindet, kann es wieder problemlos verwendet werden. Das kann schon am Mittwoch der Fall sein. In der Früh beim Zähneputzen kann das Wasser etwas nach Chlor riechen“, sagt der Experte. Diese Vorgehensweise sei harmlos und in vielen Ländern, wie Italien, Standard.

Das Chlor bleibt so lange im Trinkwasser enthalten, bis man eine vernünftige Lösung gefunden hat. „Entweder entdecken wir Schäden am Tiefbrunnen, die wir ohne weiteres reparieren können, oder wir desinfizieren das Wasser dauerhaft mit UV. Das ist jedenfalls geruchlos“, betont Jenewein.

Jasmin Steiner
Jasmin Steiner

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