16.07.2019 05:57 |

Initiative des Landes

„Anzahl der Radfahrer in Kärnten verdoppeln“

Ob E-Bikes, E-Scooter oder Radfahrer - die Mobilität auf Kärntens Straßen ändert sich und verlangt auch völlig neue Rahmenbedingungen.  Passend zum heutigen „Tag der Kärntner Verkehrssicherheit“ präsentieren die Landesräte Gruber und Schuschnig daher ein Maßnahmenpaket zur Erhöhung der Radsicherheit.

Seit dem Start der Verkehrssicherheits-Initiative, die im Vorjahr als Kooperation von Land, Polizei und KFV ins Leben gerufen wurde, konnten bereits erfolgreiche Projekte für sichere Schulwege, Schülerlotsen und Motorradsicherheit umgesetzt werden.

„Diese Maßnahmen werden fortgesetzt, insbesondere die Sondermarkierungen in gefährlichen Kurven auf beliebten Motorradstrecken“, sagt Straßenbaureferent Martin Gruber, der gemeinsam mit Mobilitätsreferent Sebastian Schuschnig die Radsicherheit nun als zusätzlichen Schwerpunkt miteinbezieht.

„Wir wollen den Anteil an Radfahrern verdoppeln. Mehr Radfahrer im Straßenverkehr bedeuten aber auch ein höheres Gefahrenpotenzial“, betonten die Landesräte, die daher ein Maßnahmenpaket für die Anpassung der Rahmenbedingungen schnüren. So sollen ein systematisches Erhaltungsmanagement bestehender Radwege sowie Workshops für E-Biker und Schüler angeboten werden.

Negatives Verhalten der Verkehrsteilnehmer
„Gegenseitige Rücksichtnahme ist das A und O im Straßenverkehr“, betont Verkehrspolizei-Oberst Adolf Winkler: „Das Verhalten der Verkehrsteilnehmer hat sich in den vergangenen Jahren leider ins Negative entwickelt. Es wird am Fahrrad telefoniert, Musik gehört oder unter Alkohol- und Drogeneinfluss geradelt.“ Seitens der Verkehspolizei wolle man sich daher in Zukunft verstärkt Zweirädern widmen.

„Dazu kommt die Vielzahl an Trend-Sportgeräten auf den Straßen, die es uns alleine schon rechtlich schwierig macht, den Überblick zu bewahren“, ergänzt Winkler, der E-Scooter im urbanen Raum als Beispiel nannte. Die wenigsten würden wissen, dass diese rechtlich als Fahrräder gelten.

Gefahr durch E-Bikes
Klaus Robatsch vom KFV unterstützt das Maßnahmenpaket der Landesräte und bekräftigt, dass es „noch viele solcher Maßnahmen benötigt, um Radfahrern ein sicheres Gefühl zu geben“. Eine große Herausforderung sieht auch er beim Thema E-Bike. „Alleine im Vorjahr kam es in Österreich zu 41 tödlichen Radfahrunfällen, 17 davon mit E-Bikes. In Kärnten kam es im Vorjahr zu einem tödlichen E-Bike-Unfall“, so Robatsch, der an Radfahrer appelliert, immer einen Helm zu tragen.

Alex Schwab
Alex Schwab

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