"Ich finde es schade, dass kaum Fachliches diskutiert wurde", berichten Teilnehmer der öffentlichen Erörterung in der Hypo-Zentrale.
Kritik an einzelnen Gutachten gab es sowohl von den Kraftwerksgegnern als auch von den Befürwortern. Weil die Emissionsprognosen des Kraftwerks (beim Feinstaub sei von einem Worst-Case-Szenario ausgegangen worden) quasi aus der Luft gegriffen seien, zweifeln die Kraftwerkserrichter die Aussagen des Luftgutachters an.
Anzeige gegen Gutachter angekündigt
Dass wiederum trotz der umstrittenen hohen Emissionsprognose behauptet wird, es gebe keine Auswirkungen auf die Gesundheit, verärgert wiederum die Kraftwerksgegner. Umweltanwalt Wolfgang List kündigt sogar eine Anzeige gegen den Gutachter dieses Fachbereichs an.
Inzwischen warnt die Holzindustrie vor Biomasse, die als Alternative für das Gasdampfkraftwerk im Gespräch ist. "Die Rohstoffversorgung kann nicht gewährleistet werden", so Michael Ofner von der Wirtschaftskammer Kärnten.
Politik entscheidet im Juni
14 Tage lang können nun Einwände vorgebracht werden, die dann in die Umweltverträglichkeitsprüfung einfließen. Für Juni wird ein Bescheid der Behörde erwartet. Dieser soll der Politik als Grundlage für ihre Entscheidung über das geplante Gas-Dampfkraftwerk dienen.
von Thomas Leitner, "Kärntner Krone"
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