1,5 Megawatt Strom

Österreichs größtes Sonnenkraftwerk in Sankt Veit

Kärnten
19.04.2010 17:46
Österreichs größtes Sonnenkraftwerk soll noch in diesem Jahr in Sankt Veit an der Glan errichtet werden und die Herzogstadt zur Sonnenstadt machen! Entlang der Schnellstraße und auf den Dächern der Innenstadt werden dazu mehr als 10.000 Quadratmeter Fläche mit Photovoltaik–Paneelen verbaut. Das 6,4 Millionen Euro teure Kraftwerk soll danach jährlich 1,5 Megawatt Strom produzieren.

Das Projekt, das in Kärnten eine völlig neue Dimension der Energiegewinnung schaffen wird, besteht gleich aus zwei Kraftwerken. Auf dem Dach der Kelag, der Jaques Lemans Sportarena und den Tennishallen Kölnhof und Hallenbad sollen die Photovoltaikmodule mit einer Leistung von 0,5 Megawatt montiert werden.

Kelag-Vorstandssprecher Hermann Egger: "Wir wollen hier verschiedene Zell- und Modultechniken testen." In Zukunft kann dieses Innenstadtkraftwerk durch Bürgerkraftwerke, also mit Vernetzung privater Photovoltaikanlagen, erweitert werden.

In das neue System wird kräftig investiert: Für das Freiflächenkraftwerk außerhalb der Stadt bei Untermühlbach, direkt an der St. Veiter Schnellstraße, setzen die Investoren Peter Prasser und Meinhard Aicher 2,75 Millionen Euro. Vom Land Kärnten kräftig unterstützt, gibt es 500.000 Euro für das Kelag-Projekt und 1,15 Millionen Euro, davon 650.000 Euro als stille Beteiligung, für das Sonnenkraftwerk Untermühlbach. Eine Unterstützung durch den Bund gibt es nicht.

Sonnenkraftwerke noch zu unwirtschaftlich
"Der Klimafonds unterstützt lieber Papierprojekte, die nichts bringen, als unser Impulsprojekt", ärgert sich Landeschef Gerhard Dörfler über die Parteipolitik. Laut Kelag-Chef Egger seien Sonnenkraftwerke ohnehin unwirtschaftlich, weil die Einspeistarife zu niedrig sind: "Die Politik ist gefordert, die Errichtung von Sonnenkraftwerken wirtschaftlicher zu machen."

Bürgermeister Gerhard Mock: "In der Stadt werden wir mit Informations- und Verkaufsstellen sowie einer Weltzustandsmaschine, die Auskunft über das Energieverhalten gibt, für die alternativen Energieformen informieren und werben."

von Hannes Wallner, "Kärntner Krone"

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