Autofahrer, fährst Du nach Italien, dann siehst Du, wie es sein soll: Da sind die Tunnel, zum Beispiel im Kanaltal, wo einer auf den nächsten folgt, am Tag grell beleuchtet und in der Nacht dafür eher dezent.
Und das macht Sinn! Denn am Tag, da sind unsere Augen an das helle Licht draußen gewöhnt, viele Autofahrer haben auch Sonnenbrillen auf. Da ist es optimal, wenn der Tunnel zumindest beim Portal so hell beleuchtet ist, dass man alle Details erkennen kann; vor allem, ob da irgendein Hindernis steht oder nicht. Und nachts: Da ist es besser, die Tunnelbeleuchtung zurückzudrehen, weil die menschlichen Augen sich da ohnehin auf weniger Licht eingestellt haben.
Bei uns ist das anders, ganz anders sogar; und leidgeprüfte Autofahrer ärgern sich zu Recht über derartigen Starrsinn. Bei uns sind die Tunnel, zum Beispiel auf der Tauernautobahn im Drautal am Tag zwar recht brauchbar erhellt, aber nachts...! Da dreht die Asfinag auf, als ob sie die Sonne aufgehen lassen wollte. Da müssen die Autofahrer die Augen zusammenkneifen, da werden sie regelrecht geblendet. Und kaum haben sie sich an die sinnlos grelle Helligkeit gewöhnt, werden sie wieder ins natürliche Dunkel der Nacht entlassen, um am nächsten Tunnelportal erneut von Tausenden Watt empfangen zu werden.
Dabei wäre eine Lösung so einfach; man bräucht' nur Helligkeitssensoren mit der Steuerung der Tunnelbeleuchtung zu verbinden und ein einziges Mal – vielleicht sogar unter medizinischer Beratung – zu justieren. Spezialisten dafür gäbe es sogar in Kärnten. Zum Beispiel in Völkermarkt; bei Wild werden optische Geräte entwickelt und erzeugt, die weltweit einzigartig sind. Da würde man auch eine Tunnelbeleuchtung locker hinkriegen.
von Hannes Mößlacher, "Kärntner Krone"
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