27.07.2019 09:01 |

1,5 Zentimeter dick

Huawei Matebook 13: Alu-Flunder am Prüfstand

Mit seinem Matebook 13 hat der chinesische IT-Riese Huawei ein dünnes und flaches Ultrabook für Vielreisende und Geschäftsleute im Sortiment, das mit 1,28 Kilo Gewicht und 1,5 Zentimeter Bauhöhe in Tasche oder Rucksack kaum ins Gewicht fällt. Wie gut es sich für den Business-Alltag eignet, hat krone.at getestet.

Leider bietet Huawei die von uns getestete Version des Matebook 13 mit Core-i7-Prozessor und Geforce-MX150-Grafik nicht in Österreich an. Hierzulande gibt es nur Varianten mit Intels Onboard-Grafik UHD Graphics 620. Für Bild- und Videobearbeitung taugt die nicht so viel wie der Grafikchip von Nvidia, den Huawei dem Matebook 13 in anderen Ländern oder hierzulande dem Matebook X Pro spendiert.

Mit welcher Ausstattung das Matebook 13 in Österreich verkauft wird, sehen Sie hier:

Huawei Matebook 13

CPU-Optionen

Core i5-8265U: 4 x 1,6 GHz
Core i7-8565U: 4 x 1,8 GHz

RAM

8GB (DDR3)

Diagonale

13 Zoll (3:2-Format)

Auflösung

2160 x 1440 Pixel

Massenspeicher

256 - 512 GB SSD

Optisches Laufwerk

nicht vorhanden

Grafiklösung

Intel UHD Graphics 620 (Onboard)

Anschlüsse

2 x USB-C, 3,5-mm-Audioklinke

Funkstandards

Gigabit-WLAN, Bluetooth 5.0

Webcam

1 Megapixel

Akku

3660 mAh - 10,3 Stunden lt. Hersteller

Software

Windows 10 Home

Extras

Fingerscanner im Power-Knopf
Beleuchtete Tastatur
Dünner Rahmen

Gewicht

1,28 Kilo

Preis

ab ca. 900 Euro

Da die von uns getestete Variante des Matebook 13 mit Nvidia-Grafikchip in Österreich nicht verkauft wird, klammern wir in diesem Test die Grafikleistung weitgehend aus und konzentrieren uns auf die reine CPU-Leistung. Die ist dank i7-Chip mit vier Kernen durchaus hoch einzuschätzen und für die tägliche Arbeit, Internetsurfen und Medienkonsum mehr als ausreichend - auch bei mehreren offenen Programmen.

Hochfrequenter Lüfter, gutes Display
Für gelegentliche Bildbearbeitungsaufgaben reicht die Intel-Onboardgrafik in aller Regel auch, für den Videoschnitt oder etwas komplexere Spiele ist das Matebook 13 aber ohne den zusätzlichen MX150-Chip weniger geeignet. Unter längerer Last wird das Alu-Chassis des Matebook 13 oberhalb der Tastatur spürbar heiß, außerdem arbeitet der CPU-Lüfter eher hochfrequent.

Bei den anderen Komponenten hinterlässt das Matebook 13 einen guten Eindruck. Das Display im 3:2-Format ist von sehr dünnen Rändern umfasst, wodurch das ganze Gerät für einen 13-Zoll-Laptop angenehm kompakt ausfällt. Es lässt sich aber nicht komplett, sondern nur bis etwa 120 Graf aufklappen. Die Darstellungsqualität gefällt dank 2160 mal 1440 Pixel Auflösung gut, seitliche Ablesbarkeit und Helligkeit des Displays stimmen ebenfalls. Auf höchster Stufe sollte die gebotene Helligkeit auch für den Außeneinsatz ausreichen, allerdings trüben hier - es handelt sich um einen kapazitiven Touchscreen - Spiegelungen den ansonsten guten Eindruck.

Sauber verarbeitet, Tücken bei der Eingabe
In puncto Verarbeitung und Handling hinterließ das Matebook 13 im Test einen guten Eindruck. Das verwindungssteife Alu-Gehäuse - Schwachstellen zeigen sich am ehesten im Bereich der Tastatur - gefällt ebenso wie die den verfügbaren Platz gut ausnutzende hintergrundbeleuchtete Tastatur mit klarem Druckpunkt, aber wenig Hub. Das große Glas-Touchpad macht an sich einen guten Eindruck.

Kleine Schönheitsfehler finden sich im Detail: Die ins Touchpad eingelassenen Tasten könnten für unseren Geschmack einen etwas knackigeren Druckpunkt bieten, die klein geratene Eingabetaste halten wir für nicht ganz optimal und dass man das Gerät nur über einen der beiden USB-C-Anschlüsse laden kann, könnte manche User stören.

Gut gefallen hat uns im Test der saubere Klang der an der Geräteunterseite platzierten Lautsprecher. Vermisst haben wir einen Kartenleser: Während andere Anschlüsse wie HDMI oder USB über einen beigelegten USB-C-Port-Replicator nachgerüstet werden können, fehlt der Kartenleser komplett.

Kein LTE, RAM fix verbaut
Klassische Business-Tugenden wie ein LTE-Modem oder einfache Wartbarkeit fehlen dem Matebook 13, was angesichts des Herstellers vor allem beim LTE-Modem überrascht. Die Bodenplatte lässt sich mit dem passenden Werkzeug zwar öffnen, die m.2-SSD kann getauscht werden, der Arbeitsspeicher ist aber beispielsweise fix verbaut. Das könnte Business-Nutzer bis zu einem gewissen Grad abschrecken.

Die Akkulaufzeit des Matebook 13 ist gut, aber nicht überragend. Die vom Hersteller angegebenen zehn Stunden sind zwar nur unter maximaler Nutzung der Energiesparfunktionen zu erzielen, sieben bis acht Stunden WLAN-Surfen sind aber drin. Damit sollte das Gerät viele Nutzer ohne Stromtanken durch den Tag bringen.

Dass via USB-C geladen wird, ist lobenswert, erfreuen sich entsprechende Netzteile doch wachsender Verbreitung. Beim Laden ist allerdings Vorsicht geboten: Wie schnell ein USB-C-Notebook lädt, hängt von der Stärke des Netzteils ab. Am Handy-Ladegerät kann es lang dauern, im angeschalteten Zustand leert sich der Akku so womöglich sogar.

Fazit: Schade, dass Huawei sein Matebook 13 nicht mit Geforce-Chip nach Österreich gebracht hat, gibt es in dieser Gewichtsklasse doch wenige Geräte mit etwas mehr Grafikpower. In der Version mit Onboardgrafik ist das Matebook 13 zwar auch kein schlechtes Gerät, es hat aber nicht minder sauber verarbeitete und mitunter deutlich ausdauerndere Konkurrenten wie Dells XPS 13, von denen es sich in der hierzulande verkauften Version nicht wirklich absetzen kann.

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Dominik Erlinger
Dominik Erlinger
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