Laut Polizei hatten Beamte an zwei Tagen das Haus der 36-Jährigen aufgesucht – doch die Türen seien stets verschlossen geblieben. Als sie die Frau am Dienstagnachmittag dann antrafen, habe die Amtshandlung einen gänzlich anderen Verlauf als erwartet angenommen. Zunächst habe die 36-Jährige völlig ungerührt erklärt, dass sie weder daran denke, die 816 Euro zu bezahlen noch freiwillig ins Gefängnis zu gehen. Als sie ein 47-jähriger Beamter daraufhin festnehmen wollte, sei sie aggressiv geworden und habe den Polizisten an beiden Händen gebissen und gekratzt.
Frau: "Wollte achtjährigen Sohn nicht alleine lassen"
Die Version der Frau, die sie bgld-krone.at schilderte, unterscheidet sich davon beträchtlich: Demnach habe sie nicht vorgehabt, sich zu wehren, sondern vielmehr zu ihrem Sohn in die Küche gehen wollen. Daraufhin sei der Polizist auf sie losgestürmt und habe sie "nicht gerade schonend" festzunehmen versucht. Erst dann habe sie sich tatsächlich gewehrt, wobei die 36-Jährige davon überzeugt ist, üblere Verletzungen (Hautabschürfungen und Hämatome) als ihr beamteter Konkurrent davongetragen zu haben.
36-jährige nach Amtshandlung verbittert
"Man kann mich doch nicht einfach so vor den Augen eines achtjährigen Kindes behandeln", zeigte sich die Frau verbittert. Da der Aufenthalt des Kindes – für das sie das alleinige Sorgerecht hat - nach ihrer Festnahme nicht gesichert gewesen wäre, sei es ihr als Mutter einfach nicht möglich gewesen, einfach mit den Polizisten mitzugehen. Der Lebensgefährte der Frau, den sie zwischenzeitlich benachrichtigt hatte, erklärte sich schließlich bereit, den offenen Betrag einzubezahlen. Der 36-Jährigen blieb daraufhin zwar die Festnahme erspart, um eine Anzeige wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt wird sie allerdings nicht herumkommen.
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