27.06.2019 11:39

Beamte verletzt

Jugendbanden verbünden sich: Polizisten attackiert

Zwei Dutzend junge Männer wollten sich am Mittwochabend beim Wohnpark Alterlaa in Wien-Liesing offenbar prügeln. Als zwei Streifenwagen vorfuhren, verbündeten sie sich aber umgehend - und einige Männer gingen auf die Polizisten los. Ein Beamter wurde derart verletzt, dass er vom Dienst abtreten musste, ein zweiter trug leichtere Verletzungen davon.

Anrainer und der Sicherheitsdienst aus einem Wohnblock einer der größten Wohnhausanlagen Österreichs schätzten die Vorgänge auf einer Freifläche in der Wohnparkstraße offensichtlich als bedrohlich ein: Die Polizei registrierte gegen 22 Uhr mehrere entsprechende Anrufe. Den Hinweisgebern zufolge handelte es sich um tschetschenisch- und afghanischstämmige Jugendliche und junge Erwachsene, die im Begriff waren, aufeinander loszugehen.

Sofort gegen Polizei verbündet
Zunächst fuhren zwei Einsatzautos mit vier Polizisten und einem Polizeischüler vor, berichtete Polizeisprecher Paul Eidenberger am Donnerstag. „Die ersteintreffende Streifenbesatzung konfrontierte die Gruppen, die sich sogleich gegen die einschreitende Polizei verbündeten und zunächst die Amtshandlung behinderten.“ Ein Jugendlicher sei dann in die Rolle des Rädelsführers geschlüpft und habe die anderen angestachelt, die Beamten tätlich anzugreifen.

Faustschlag ins Gesicht
„Sie umkreisten die Polizisten und rissen an den Uniformen. Ein Jugendlicher sprang einem Beamten laut Einsatzbericht mit gestrecktem Bein in die Seite und versetzte ihm einen Faustschlag ins Gesicht“, schilderte Eidenberger. Der Beamte musste später vom Dienst abtreten. Ein zweiter Polizist wurde ebenfalls mit einem Tritt und Faustschlägen attackiert und verletzt. Andere Jugendliche hätten die Festnahme der Angreifer aktiv verhindert.

Pfefferspray eingesetzt
Die Polizisten setzten Pfefferspray ein, worauf sich die Gruppe langsam zerstreute. Bis die Verstärkung eintraf - schlussendlich fuhren weitere zehn Streifenwagen vor -, hatte sich die Lage beruhigt. Es wurden einige Verwaltungsanzeigen wegen aggressiven Verhaltens gelegt, die vier unmittelbaren Angreifer waren aber bereits geflüchtet. Sie werden wegen Körperverletzung bzw. versuchter Körperverletzung gesucht.

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