Kaiser behält das Gesundheitsressort, Prettner übernimmt die Bereiche Umwelt und Energie von Rohr und das Frauenreferat, das bisher Kaiser geführt hatte. Nach der Wahl im Plenarsaal gab es eine Sondersitzung der Landesregierung, in der die neue Landesrätin angelobt und die Aufgabenverteilung beschlossen wurde.
Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) erklärte vor der Sitzung, dass man sich an die bisherige Praxis halten werde, wonach die Regierungsmitglieder einer Fraktion "ihre" Ressorts nach eigenen Wünschen aufteilen können. Er zeigte sich aber verwundert darüber, dass Prettner als Medizinerin nicht das Gesundheitsressort übernehme.
Herwig Seiser als Stellvertreter Kaisers
Als Stellvertreter Kaisers für die Regierungsfunktion wurde der bisherige SPÖ-Klubobmann Herwig Seiser gewählt, Prettners Vertretung ist Rohr. Nach der Wahl der "Neuen" gab es Blumensträuße und Gratulationen, unter den ersten Gratulantinnen waren die beiden kleinen Töchter der Landesrätin. Mit Prettners Angelobung ist die Landesregierung nun nach gut einem Jahr wieder nicht mehr nur rein männlich besetzt.
FPK zeigt sich "verwundert"
Die FPK-Fraktion zeigte sich nach den Wahlgängen in einer Presseaussendung "verwundert" über das Resultat. Nachdem ÖVP und Grüne, die gemeinsam über acht Abgeordnete verfügen, behaupten würden, sie hätten die beiden SPÖ-Regierungsmitglieder gewählt, müsse wohl ein SPÖ-Mandatar seine Zustimmung verweigert haben, wurde spekuliert.
FPK-Klubchef Kurt Scheuch ortete zudem "Chaos" in der SPÖ-Fraktion, das sich schon daran zeige, dass der bisherige Klubobmann Herwig Seiser erst gar nicht zur Sitzung gekommen sei. Diese Vorwürfe wurden von der SPÖ sofort zurückgewiesen. Labg. Hans-Peter Schlagholz bezeichnete die Vorwürfe von Scheuch als "völlig aus der Luft gegriffen". Seiser habe sich aus gesundheitlichen Gründen für die Sitzung entschuldigen müssen, so Schlagholz.
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