"Der Sonntag ist ein wichtiger Tag in der Jugendbetreuung, weil sowohl Schüler als auch Lehrlinge frei haben", erklärten Vize-BM Christoph Kaufmann und Amtsleiterin Brigitte Berchtold.
Früher standen die Jugendlichen an diesem Tag vor verschlossenen Türen. Seit Jänner hat wenigstens das Zentrum im neuen Stadtteil Tivoli geöffnet, ab Sonntag auch das Skyline. "Das Ziel ist sicher, auch Hötting West am Sonntag aufzusperren, sodass den Jugendlichen im Westen, im Zentrum und im Osten der Stadt ein Angebot zur Verfügung steht", erklärte Kaufmann.
Generell verzeichnen die Jugendzentren starken Zulauf, sagt er. "Der Trend geht auch dahin, dass die Jugendlichen verstärkt mit ihren Problemen zu den Betreuern kommen und diese auch vermehrt Erziehungsarbeit leisten. Sie sind Vertrauenspersonen geworden, weil viele auch schon lange Zeit in den Zentren tätig sind."
Die Betreuer bieten Hilfestellung bei Problemen mit Familie, Schule, Freunden, Beruf, Drogen etc. Insgesamt gibt die Stadt für die Betreuung der 13- bis 19-Jährigen in den vier städtischen und vier privaten Jugendzentren 620.000 € aus.
Schmieraktionen: Bewusstsein stärken
Deren Leiter vereinbarten vierteljährliche Treffen, um Probleme zu besprechen. Im Vorjahr waren es Tschetschenen, die Jugendliche bedrohten, dieses Jahr stehen die Graffitis im Mittelpunkt: "Es geht darum, zu zeigen, dass das Beschmieren von Hauswänden kein Kavaliersdelikt ist."
von Philipp Neuner, Tiroler Krone
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