Durchwachsene Saison

Zweitliga-Resümee tut Ried, Linz und Steyr weh

Für die 2. Liga war das neue Format mit 16 Klubs ein Sprung ins kalte Wasser - für Ried auch die Hoffnung auf den Aufstieg. Doch am Ende verfehlten die Innviertler, wenn auch nur knapp, ihr Ziel. Gleiches galt im Frühjahr für BW Linz und Steyr. Womit vom OÖ-Quartett nur der FC Juniors mit der Saiosn zufrieden sein darf.

SV Ried: Die meisten Tore erzielt, die wenigsten kassiert, bestes Auswärts- und Rückrundenteam Einziger, aber fataler Schönheitsfehler: Mit Platz zwei wurde das Ziel namens Aufstieg (erneut) verfehlt. „Selbst Schuld“, lautete die Kurz-Analyse von Ried-Boss Roland Daxl, mit der er vor allem Fehler aus dem Jahr 2018 gemeint haben muss. Denn unter Neo-Trainer Gerald Baumgartner nahmen die Mannschaft wie auch der Klub insgesamt 2019 eine gute Entwicklung. Die man nun trotz des Nicht-Aufstiegs vorantreiben sollte, auch wenn ein drittes Jahr Zweitklassigkeit auf dem bisherigen finanziellen Niveau alles andere als leicht zu stemmen sein wird. „Wir werden den Etat schon etwa halten können – haben aber aufgrund der Kosten für Akademie und Stadion-Erhaltung trotzdem weniger Mannschaftsbudget als andere“, sagt dazu Geschäftsführer Roland Daxl, der vor einem heutigen Vorstandsgipfel bzw. der Generalversammlung am Donnerstag seine persönliche Zukunft im Klub auch von einem Gespräch mit seiner Familie abhängig macht.

Blau-Weiß Linz: Zweiter in der Herbst-, jedoch Drittletzter in der Frühjahrstabelle! Blau-Weiß ist in dieser Saison als Tiger weggesprungen und als Bettvorleger gelandet. Dazwischen lagen ein vorzeitiger Lizenzverzicht, Verletzungspech und die Rücktritte des Präsidenten und Erfolgstrainers. Viel schlimmer aber: BW Linz hat damit nicht nur eine Saison verloren, sondern viele treue Wegbegleiter und Sympathisanten auch den Glauben an diesen Klub.

FC Juniors OÖ: Als Siebenter bester Aufsteiger und bestes „Amateurteam“ eines Bundesligisten, auch wenn die LASK-Talenteschmiede rechtlich ein eigenständiger Klub ist. Eine sehr gute Bilanz, auch wenn man den Erfolg relativieren muss: So spielten Salzburgs Jungbullen etwa mit jüngeren Spielern. Trotzdem gilt für die Juniors vor allem aufgrund des starken Frühjahrs: Die Entwicklung stimmt!

Vorwärts Steyr: Als man sich über dem Berg glaubte, ging es bergab Nach 14 im Herbst eroberten Punkten erfolgte im Winter ein kleiner Professionalisierungsschub – um danach nur noch sieben Zähler zu holen und auf den letzten Platz abzurutschen. Dass man wohl trotzdem nicht absteigen muss, ist dem bemühten Funktionärsteam um Präsident Schlager zu gönnen. Andererseits muss nach dieser Saison auch aufgrund des Umfelds die Frage erlaubt sein: Ist Steyr wirklich reif für Zweitliga-Fußball?

Georg Leblhuber, Kronen Zeitung

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