27.03.2010 17:39 |

Antrag der Grünen

"Fluglärm macht krank" - nun Thema im Parlament

Die Unzufriedenheit mit dem Entwurf für eine Luftverkehrs-Immissionsschutz-Verordnung, die nach Meinung vieler Menschen mit ihren großzügigen Grenzwerten zu einer Gesundheitsgefährdung beiträgt, ist nun im Parlament zur Sprache gekommen: Die Grünen-Abgeordnete Gabriela Moser brachte einen Entschließungsantrag ein.
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Darin verlangt die Parlamentarierin die Erstellung einer Studie, die die Auswirkungen des Fluglärms auf die menschliche Gesundheit untersucht – wie jene, mit der Prof. Eberhard Greiser beim Flughafen Köln für Aufregung sorgte. Der Sozialmediziner kam dabei nämlich zu erschreckenden Ergebnissen, die sich in dem Satz „Fluglärm macht krank“ kurz zusammenfassen lassen. Schon 40 Dezibel können zu schweren Schäden führen. So steigt das Risiko für eine Reihe schwerer Erkrankungen, von Schlaganfällen über Depressionen bis zu bestimmten Krebsleiden, durch den Fluglärm stark an. Prof. Greiser verarbeitete für seine Studie die Daten von mehr als 800.000 Menschen.

Deshalb fordert Gabriela Moser auch, dass die in der Verordnung vorgesehenen Grenzwerte von 62 Dezibel bei Tag und 52 bei Nacht fallen müssten, ebenso wie die „Irrelevanz-Kriterien“, die auch eine größere Belastung möglich machen. Außerdem verlangt die Abgeordnete ein Nachtflugverbot, für das übrigens Professor Greiser ebenfalls eintritt.

von Erich Vorrath, Kronen Zeitung

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