Ein Serienkrimineller ging der Kärntner Polizei eher zufällig in Oberkärnten ins Netz. Der gebürtige Ungar hatte in einem Laden in Gmünd einige Spirituosenflaschen eingepackt ohne zu bezahlen und fuhr davon. Der Kaufhausdetektiv verfolgte ihn allerdings. Bei der Festnahme kam noch einiges zum Vorschein…
Cornflakes und Milch brachte der 35-Jährige mit Wohnsitz in Linz (Oberösterreich) zur Kasse. Versteckt hatte er in einer Tasche aber auch die Spirituosenflaschen dabei. „Noch bevor er von der Detektivin angehalten werden konnte flüchtete er mit seinem PKW“, erklärt ein Polizist. Der Detektiv verfolgte ihn und gab die Fluchtroute telefonisch der Polizei weiter.
In Matscheidl im Bezirk Hermagor konnte der Mann schließlich gestoppt werden. Im Auto hatte er rund 30 Flaschen gebunkert, die mehrere Hundert Euro wert waren. Weitere Ladendiebstähle in Osttirol und Tirol konnten ihm nachgewiesen werden. Damit aber nicht genug!
Fall ging an Spezialisten
Die Spezialisten der Fremden- und Grenzpolizeilichen Abteilung (FGA) übernahmen den Fall. Prompt stellte sich heraus, dass gegen den Mann unter einer anderen, falschen Identität seit 2017 eine Festnahmeanordnung der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt besteht. Eine weitere falsche Identität steht seit 2015 beim Landesgericht Feldkirch auf der sprichwörtlichen Liste.
Weitere falsche Identitäten
Wie ein Chamäleon passte sich der Mann anscheinend regelmäßig an, wenn es mal wieder brenzlig wurde. Gegen weitere falsche Identitäten gibt es mehrere Aufenthaltsermittlungen verschiedener inländischer Staatsanwaltschaften. Der Ungar wird wegen Einbrüchen und Diebstählen gesucht.
Am Samstag wurde der Mann in die JA Klagenfurt eingeliefert. Dabei unternahm der Mann einen letzten Fluchtversucht und wollte davonlaufen. Das gelang ihm aber nicht.
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