So, 26. Mai 2019
08.05.2019 09:46

AfD unerwünscht

Kein Platz für Straches rechte Bündnispartner

Ein Berliner Nobellokal hat mehreren AfD-Politikern den Eintritt verweigert - und zwar mit der Begründung, dass Mitglieder der Rechtspopulisten Menschen „diskriminieren und diskreditieren“. Bei der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland sorgt dies für Empörung.

Fraktionssprecher Christian Lüth bezeichnet die ganze Aktion als „undemokratisch und dumm“. Dazu postete er auf Twitter das Antwortschreiben auf die Reservierungsanfrage:

„Wir möchten Ihnen mitteilen, dass wir am heutigen Tag keinen Tisch für Sie bereithalten werden. Politiker und deren Angestellte, die aufgrund ihrer Herkunft, Religion, politischen Einstellung oder Hautfarbe diskriminieren und diskreditieren, möchten wir nicht bedienen“, heißt es da im Wortlaut.

An dem spontan anberaumten Abendessen hätten Parteichef Jörg Meuthen, Partei- und Fraktionschef Alexander Gauland, Co-Fraktionschefin Alice Weidel und der parlamentarische Geschäftsführer Bernd Baumann teilnehmen sollen. Stattdessen mussten sie sich dann in der Parlamentarischen Gesellschaft treffen.

Restaurant mit AfD-Verbotsaufklebern
Es ist nicht das erste Mal, dass die Partei in einem Berliner Lokal unerwünscht ist. Zuletzt hatte das Restaurant Nobelhart & Schmutzig im November 2016 mit AfD-Verbotsaufklebern für Aufsehen gesorgt.

„Nazi-Lokalverbot“ in Österreich
Auch in Österreich gab es einen ähnlichen Fall: Vizekanzler Heinz-Christian Strache und Infrastrukturminister Norbert Hofer (beide FPÖ) wurden von einer Tiroler Bar mit einem „Nazi-Lokalverbot“ belegt, der Wirt wurde schlussendlich verurteilt. Nicht nur auf europäischer Ebene, wo sie einer Rechtspopulisten-Allianz angehören, haben AfD und FPÖ damit also etwas gemeinsam …

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