Di, 21. Mai 2019
03.05.2019 10:41

Sanierung gescheitert

Fast 400 Jobs betroffen: Konkursantrag von Vögele

Der österreichische Ableger der Schweizer Modekette Charles Vögele (CVA) hat am Freitag beim Landesgericht Graz einen Antrag auf Eröffnung eines Konkursverfahrens eingebracht. Das Verfahren wurde noch am Freitag eröffnet. Als Gründe gab das Unternehmen Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit an. Zuvor war ein Sanierungsverfahren gescheitert. Von der Pleite sind 360 Gläubiger und 394 Arbeitsplätze betroffen, davon 30 in der Zentrale in der Steiermark.

An Aktiva sind rund 3,4 Millionen Euro vorhanden, denen rund 21 Millionen Euro an Passiva gegenüberstehen. Von den Passiva entfallen etwa 15 Millionen Euro auf Rückstellungen für liquidationsbedingte Aufwendungen. Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Norbert Scherbaum bestellt. Die erste Gläubigerversammlung ist am 21. Mai.

Im Zuge der gescheiterten Sanierung war das Filialnetz reduziert worden. Geplant war, das Unternehmen, das vor der Insolvenz noch 700 Mitarbeiter hatte, zu restrukturieren und für einen strategischen Partner, mit einem langfristigen Interesse attraktiv zu machen. Diese Verhandlungen gingen daneben, womit die Filialen nicht mehr im erforderlichen Ausmaß mit Waren versorgt werden konnten.

„Geordnete Liquidation“ als Ziel
Ziel des Unternehmens ist nun eine „geordnete Liquidation“. Die meisten Filialen sollen „rasch“ schließen. Auch die Mietverträge sollen schnell beendet werden. Im Mai reichten die vorhandenen liquiden Mittel nicht mehr aus, um für alle Filialen die Miete zu bezahlen.

57 Filialen in Österreich
Das Sortiment von Vögele umfasst Damen-, Herren- und Kindermode, sowie Schuhe und Accessoires. Die 57 Filialen befinden sich vorwiegend in Fachmarkt- und Einkaufszentren sowie in Stadtlagen. Die Zentrale befindet sich in Kalsdorf bei Graz.

 krone.at
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