Im Februar hatten zwei Unterländer Firmen Waren im Wert von 100.000 Euro nach Amsterdam geschickt. Dabei waren die Unternehmen durchaus vorsichtig: "Sie hatten sich Überweisungsbelege schicken und auch von einer Bank prüfen lassen", erzählt Robert Mallaun.
Und dennoch musste der Innsbrucker Detektiv beauftragt werden. Denn die Belege waren gefälscht und der Auftraggeber aus den Niederlanden nicht mehr zu erreichen. Hinweise an die Außenhandelsstelle sowie heimische und holländische Polizei brachten die Unternehmer nicht weiter.
Vier Tage auf Lauer gelegen
"Ich hatte nur einen türkischen Namen und die Adresse, wo die Ware hin geliefert wurde", erzählt er im Gespräch mit der "Tiroler Krone". Allerdings waren auch diese Angaben falsch. Denn in weiser Voraussicht hatte der mutmaßliche Betrüger den Lkw abgefangen und zu einem Lager dirigiert. Um die Spuren zu verwischen.
Doch der Innsbrucker legte sich auf die Lauer, ließ nicht locker und hatte nach vier Tagen Erfolg. "Ich erzählte der Polizei alles und die Beamten lockten den Betroffenen unter einem Vorwand auf die Inspektion", da klickten nach fünf Stunden Verhör die Handschellen. "Der hat ein großes Ding aufgezogen, neben den Tiroler Firmen hatte er fünf weitere Male zugeschlagen", so Mallaun.
Nun sitzt der Gauner in Amsterdam in Haft - und die Tiroler könnten ihre Ware sogar wieder sehen, denn es gab schon Durchsuchungen in Häusern und Lagern. Dann haben sich die 7.000 Euro, die Mallaun für Recherche, Flüge, Hotel,… in Rechnung stellt, wohl gelohnt.
von Stefan Ruef, Tiroler Krone
Symbolbild
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