Sicherheitssprecher:

Jeder 8. Polizist in Oberösterreich außer Gefecht

Für acht Polizei-Dienstposten in Oberösterreich sind nur sieben Vollzeitkräfte verfügbar: Jeder Achte ist in Karenz, Langzeitkrankenstand, bei einer Sondereinheit dienstzugeteilt oder sein Job schlicht unbesetzt. Das sagt der SPÖ-Sicherheitssprecher Hermann Krenn, der seine vielen „Kassandrarufe“ bestätigt sieht.

Kassandra war eine hellsichtige Königstochter, welche die Trojaner vor ihrem Untergang durch die Griechen warnte – aber niemand schenkte ihr Glauben. So ähnlich dürfte sich SP-Sicherheitsprecher Hermann Krenn fühlen, der seit Jahren aufzeigt, dass sich die Personalnöte bei der Polizei trotz gegenteiliger Beteuerungen verschärft haben.

Ausbildungsoffensive wurde zu spät gestartet
„Im März des Vorjahres waren für 3451 Dienstposten real 3067 Vollzeitkräfte verfügbar. Heuer sind für auf 3452 Dienstposten nur 3036 Vollzeitkräfte verfügbar. Die Situation hat sich also im Vergleich zum Vorjahr sogar noch weiter zugespitzt. Das belegt deutlich, dass eine frühere, stärkere Ausbildungsoffensive notwendig gewesen wäre. Mit den Versprechungen von Landeshauptleuten und früheren Innenministern konnten in Summe kaum die Pensionierungen abgedeckt werden“, meint Krenn und sagt: „Wenn im Durchschnitt von acht Dienstposten nur sieben auf den Inspektionen verfügbar sind, dann lastet immer mehr Druck auf den verbleibenden Kollegen.“

Eigene Dienstposten für Sondereinheiten
Krenn, der selbst in Vöcklabruck Bezirkspolizeikommandant ist, tritt auch vehement für eigene Dienstposten für die zahlreichen Sondereinheiten ein.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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