115.000 Euro gefordert

Streit um Kosten für Weide

Burgenland
16.04.2019 08:17
Porträt von krone.at
Von krone.at

„Die einen haben die Arbeit, die anderen kassieren“ - so sieht es aus Sicht des Weidevereins in Apetlon aus. Dieser fordert von der Urbarialgemeinde rund 115.000 Euro. Mit dem Geld sollen die Kosten für die Beweidung der Nationalparkflächen abgegolten werden.

Wenn am 1. Mai in Apetlon wieder der große Viehaustrieb Richtung Lange Lacke stattfindet, dann ist nicht allen zum Feiern: Die sieben Mitglieder des Weidevereins kämpfen um rund 115.000 Euro. Seit 2015 soll sich die Urbarialgemeinde das Bewirtschaftungsentgelt einbehalten haben, während die Landwirte auf den Kosten für die Beweidung sitzenblieben.

„Es ist ein Wahnsinn, dass die Gelder des Landes zweckwidrig verwendet werden“, erklärt der Anwalt des Weidevereins, Günther Reiffenstuhl. Zweimal haben sich die Streitparteien bereits vor Gericht getroffen, nächster Termin ist im Juni. „Es sind viele Emotionen im Spiel“, so der Anwalt. Ein Vergleich sei bisher an der Urbarialgemeinde gescheitert.

Christoph Miehl, Kronen Zeitung

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