31.03.2019 12:26 |

Todesursache geklärt

Kärntnerin (52) erschlagen: Sohn war vorbestraft

Eine Obduktion hat am Sonntag den Verdacht bestätigt: Die in der Nacht auf Samstag ums Leben gekommene 52 Jahre alte Kärntnerin ist an schweren Kopfverletzungen gestorben. Ihr 21-jähriger Sohn hatte bereits gestanden, sie mit Fäusten geprügelt und ihr zweimal mit einem Holzschemel von hinten auf den Kopf geschlagen zu haben. Erst im März war der Verdächtige wegen Gewalt an der Mutter verurteilt worden.

„Die Obduktion hat Kopfverletzungen als todesursächlich ergeben, sie entstanden entweder durch die Schläge oder den Sturz“, sagte Polizeisprecher Rainer Dionisio. Mutter und Sohn lebten ohne weitere Familienangehörige zusammen, immer wieder kam es zu Tätlichkeiten des jungen Mannes. Er wurde mehrfach weggewiesen, zuletzt im Dezember des Vorjahres.

Tat unter Drogeneinfluss?
Ob der 21-Jährige bei der Tat unter Drogen- oder Alkoholeinfluss stand, wird noch abgeklärt. „Ihm wurden Harn und Blut abgenommen, die Proben werden aber erst ausgewertet“, sagte Staatsanwalt Markus Kitz. Bei seiner Vernehmung hatte er keinen Alkoholpegel, wie ein Alkomatentest ergab.

Zehnter Frauenmord in diesem Jahr
Bei Gericht ist der Kärntner jedenfalls kein Unbekannter. Anfang März wurde er wegen fortgesetzter Gewaltausübung gegen seine Mutter zu vier Monaten bedingter Haft mit drei Jahren Probezeit verurteilt. Zuvor hatte er einmal eine Diversion bekommen, auch in diesem Fall war es um Gewalt an der Mutter gegangen. Die Bluttat ist heuer bereits die zehnte Tötung einer Frau in Österreich.

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