Alle Angeklagten - zwei Türken und drei Österreicher mit Migrationshintergrund - haben bereits Vormerkungen in ihrem Strafregister, zum Teil befanden sich nach Verurteilungen mit bedingten Haftstrafen noch in der Probezeit. Zwei von ihnen betraten mit einer Gas- sowie einer Luftdruckpistole bewaffnet und mit Hauben maskiert die Tankstelle. Sie bedrohten den dort anwesenden Mitarbeiter und forderten: "Geld her!". Der Tankwart rückte ein paar aus dem Waschautomaten stammende Münzen heraus, später auch Geldscheine.
Fluchwagenfahrer ohne Führerschein
Das war den Räubern zu wenig. Einer der Täter riss die Kasselade vom Kassenpult. Danach flüchteten beide Männer zuerst zu Fuß. Später bestiegen sie ein Auto. Ein weiterer Angeklagter war der Fahrer, obwohl er keinen Führerschein besaß. Der vierte Mittäter hatte das Fluchtauto zur Verfügung gestellt, es gehörte seiner Mutter, außerdem war er bei der Planung des Überfalls beteiligt und half beim Auskundschaften des Tatortes. Die Polizei schnappte die Bande eine Woche nach dem Überfall.
Vor Überfall Drogen konsumiert
Vor Gericht waren alle im Wesentlichen geständig. Als Motiv gaben sie vor allem Geldnot an. Einer von ihnen wollte sich mit seinem Anteil an der Beute eine Wohnung besorgen, weil ihn seine Eltern hinausgeworfen hatten. Alle brauchten zudem Geld für Drogen, die sie auch unmittelbar vor der Tat konsumiert hatten. Die Strafen: Einmal 30 und einmal 20 Monate, jeweils unbedingt, weiters zweimal 15 Monate, davon jeweils zehn bedingt.
Symbolbild
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