In enger Abstimmung mit ihren ungarischen Kollegen gelang der Polizei in Niederösterreich jetzt ein gezielter Schlag gegen Einbrecherbanden und Reifendiebe aus Osteuropa. Die vier Tätergruppen mit insgesamt 20 Verdächtigen waren auch im Burgenland unterwegs
Drei Banden aus Ungarn verübten im Zeitraum von Oktober 2017 bis September 2018 mehrere Einbruchsdiebstähle in Firmen- und Wohnhäuser. Auch Motorräder und Mofas stahlen die Kriminellen in der Ostregion sowie in der Steiermark. Weiters wurden Autoreifen und Felgen beinahe zu Dutzenden entwendet. Einige Täter wurden in Zusammenarbeit mit dem Einsatzkommando Cobra in Österreich gestellt, darunter auch ein 27-jähriger Ungar, der sich auf der Südostautobahn eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert hatte. Weitere Komplizen wurden per europäischem Haftbefehl gesucht - und in ihrer Heimat festgenommen.
Ebenfalls gestoppt konnten fünf Verdächtige aus Rumänien werden. Die Kriminaltouristen sollen in Niederösterreich, und zwar in den Bezirken Hollabrunn und Mistelbach sowie in der Region Neusiedl am See, Häuser und Wohnungen geplündert haben. Der Prozess gegen das Quintett läuft. „Gute Polizeiarbeit über Grenzen hinweg sowie akribische Ermittlungen haben diese Erfolge möglich gemacht“, so ein Sprecher der Exekutive. Die Bevölkerung kann indes wieder ein wenig aufatmen.
Josef Poyer & Lukas Lusetzky, Kronen Zeitung
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