"Für Konsumenten wird es immer schwieriger, genaue Preisvergleiche anzustellen. Es gibt unzählige Beispiele, bei denen seit der neuen EU-Verordnung die Packungsgröße zwar gleich geblieben ist, die Füllmenge sich aber drastisch reduziert hat", sagt Landtagsabgeordnete Inge Posch-Gruska.
Preisauszeichnung oft "kaum zu entziffern"
Bei einem Testkauf mit Pensionisten in einem Supermarkt in Mattersburg stellte sich heraus, dass vor allem die Schriftgröße bei der Preisauszeichnung ein Problem darstellt. "Zwar nehmen es die älteren Herrschaften mit dem Preisvergleich sehr genau, aber besonders der Grundpreis ist oft so klein geschrieben, dass er kaum zu entziffern ist", lautet die Kritik der SP-Politikerin.
Sie hat deshalb einen Entschließungsantrag im Landtag eingebracht, wonach auf jeder Verpackung sowohl der Grundpreis (also der Liter- oder Kilopreis) als auch der tatsächliche Preis in verschiedenen Farben vermerkt sein muss. "Dabei sollte eine Mindestschriftgröße von vier Millimetern eingehalten werden", sagt die für Konsumentenschutz zuständige Abgeordnete.
von Sabine Oberhauser, Kronen Zeitung
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