13.03.2019 12:52 |

Drei Jahre Gefängnis

Franzose gab sich als Terror-Opfer aus: Haftstrafe

Ein Franzose, der sich unverschämterweise als Opfer der Pariser Terroranschläge vom November 2015 ausgab, hat am Dienstagabend drei Jahre Haft ausgefasst. Dem Urteil eines Gerichts in Creteil zufolge muss der 29-Jährige außerdem eine Geldbuße von 20.000 Euro bezahlen, weil er sich 77.000 Euro aus einem Opferfonds erschlichen hatte.

Der junge Mann hatte behauptet, den Anschlag auf den Musikclub Bataclan überlebt zu haben, bei dem Islamisten 130 Menschen töteten. Zum Abschluss des Prozesses bat er nun die Opfer und Verbände, die sich für eine Entschädigung einsetzen, um Entschuldigung.

„Mir ging es nicht gut“
„Mir ging es nicht gut, meine Freundin hatte mich gerade verlassen“, sagte der Mann in Anwesenheit mehrerer Opferfamilien. Die Behörden hatten ihn auf die offizielle Opferliste aufgenommen, nachdem er eine Eintrittskarte für das Konzert der US-Band Eagles of Death Metal vorgelegt hatte, die am 13. November 2015 im Bataclan spielte. Das Ticket war jedoch gefälscht. Zudem hatte er sich als Freund einer Getöteten ausgegeben.

Aus dem Archiv vom 15. November 2015: Video zeitgt erste Sekunden des Bataclan-Anschlags

IS bekannte sich zu „gesegnetem Angriff in Hauptstadt der Unzucht“
Zu den blutigen Pariser Anschlägen hatte sich die Terrormiliz Islamischer Staat bekannt. Im Internet veröffentlichten die Dschihadisten eine Erklärung, in der sie den „gesegneten Angriff“ lobten. Eine „treue Gruppe der Armee des Kalifats“ habe die „Hauptstadt der Unzucht und Laster“ angegriffen. Frankreichs damaliger Präsident Francois Hollande sprach von einem „Kriegsakt“.

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