13.03.2019 12:45 |

Tragisches Schicksal

Erst unschuldig inhaftiert, dann kam der Unfalltod

Er saß 26 Jahre lang unschuldig hinter Gitter - für einen Mord, den er nicht begangen hatte. Im Juni 2018 kam Johnny Tallbear dank neuer Beweise endlich frei. Doch seine neu gewonnene Freiheit konnte der US-Amerikaner nicht lange genießen, denn er kam nun bei einem Autounfall in Oklahoma ums Leben. Das war allerdings tatsächlich seine Schuld, da er sich betrunken ans Steuer gesetzt hatte.

Der Ex-Häftling starb in den Flammen seines SUV, mit dem er auf dem Highway 377 bei Seminole Country frontal gegen einen Schulbus der Konawa Junior Highschool gerast war. Besonders tragisch ist, dass neben der Beifahrerin Tallbears auch ein zwölfjähriges Mädchen ums Leben kam. Drei weitere Schülerinnen wurden schwer verletzt, als Tallbear bei einem Überholmanöver die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor und auf die Gegenfahrbahn geriet.

Wegen Mordes verurteilt - trotz Unschuldsbeteuerung
Erst vor wenigen Monaten hatte der 61-Jährige US-Amerikaner weltweit Schlagzeilen gemacht, weil er nach 26 Jahren unschuldig in Haft freigelassen wurde.Tallbear war im Oktober 1991 von einem Augenzeugen als der Mann identifiziert worden, der einen Obdachlosen zusammengeschlagen hatte. Das Opfer starb und Tallbear wurde wegen Mordes vor Gericht gestellt und im Oktober 1992 zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt - obwohl er stets seine Unschuld beteuerte und es keine weiteren Beweise gab.

Erst 2018 brachten neue DNA-Beweise die Wende: Sie zeigten, dass das Blut an der Kleidung des Opfers nicht mit dem von Tallbear übereinstimmt. Ein Gericht in Oklahoma City sprach den inzwischen 61-Jährigen im Juni 2018 frei.

Nur Alkohol machte Leben erträglich
Laut einem Nachbarn fiel es Tallbear danach schwer, sich im normalen Leben zurechtzufinden. Er soll sein Trauma regelmäßig mit Alkohol betäubt haben - und das wurde letztendlich nicht nur ihm zum Verhängnis.

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