05.03.2019 18:25 |

Endlich auf der Straße

Aston Martin Valkyrie: Schneller als die Formel 1!

Es ist einer der faszinierendsten Hypersportwagen unserer an Sportwagen sicher (noch) nicht armen Zeit: Der Aston Martin Valkyrie geisterte bisher als Studie durch Messen und Internet-Posts, jetzt wurde das fertige Fahrzeug in Serienspezifikation präsentiert. An Bord: viel Formel 1, mit dem Besten von heute und früher.

Valkyrie ist eigentlich nur der klangvolle Spitzname, tatsächlich heißt der schnelle Brite AM-RB 001. Dabei steht AM für Aston Martin, RB für Red Bull Racing und die 001 für das erste gemeinsame Projekt.

Aber kommen wir zum Wesentlichen: Der Aston trägt einen mehr als mächtigen Cosworth-Mittelmotor vor der Hinterachse, der an die herrlichen Formel-1-Triebwerke der 90er-Jahre erinnert, wird aber zusätzlich - wie in der aktuellen F1 - elektrisch unterstützt. Allein der 6,5-Liter-V12-Saugmotor leistet 1014 PS (die Briten sprechen im dort üblichen Maß von 1000 bhp) bei 10.500/min. und wuchtet bei 7000/min. 740 Nm auf die Kurbelwelle. Gedreht wird dann weiter bis über 11.000 Touren.

Das KERS-ähnliche Hybridsystem generiert zusätzliche 162 PS und 280 Nm. Insgesamt sprechen wir von einer maximalen Systemleistung von 1176 PS und einem Systemdrehmoment von 900 Nm bei 6000 Touren.

Als Höchsttempo soll der AM-RB 001 über 400 km/h erreichen.

Vieles am Aston Martin stammt direkt aus der Formel 1 und der Erfahrung von Red Bull Racing, etwa wie Antriebsstrang, Chassis und Body zu einem Ganzen verschmelzen.

Motor und Getriebe sind als tragende Teile konzipiert, die Getriebebox nimmt sogar teilweise die Radaufhängung auf. Das spart Gewicht sorgt verbessert die Steifigkeit. Das Batterie-Pack beinhaltet auch alle elektrischen Subsysteme. Der Elektromotor treibt an, rekuperiert und unterstützt zusätzlich das Getriebe bei der Schaltarbeit. Der eigens entwickelte E-Motor stammt von Integral Powertrain Ltd., das Batteriesystem von Rimac.

Statt Rückspiegeln sind Kameras integriert, die mit Bildschirmen verbunden sind. Im Scheibenwischerarm läuft eine Welle, welche das Wischerblatt so kippt, dass die Scheibe sauber gewischt wird. Der Arm besteht aus Carbon , wie so vieles an diesem Fahrzeug.

Die Exemplare, die jetzt gebaut werden, dienen zunächst letzten Tests, bevor dann (noch dieses Jahr) begonnen wird, Kundenexemplare zu produzieren und auszuliefern. Geplant sind 150 Exemplare für den Straßenverkehr und bis zu 25 für Track days.

Wobei: Das wirklich Arge an der Sache: Dieser unfassbare Bolide erfüllt alle Kriterien inklusive Abgasvorschriften - und erhält eine Straßenzulassung. In England braucht er allerdings eine Sondergenehmigung für ein metallenes Kennzeichen, das die Hitze aushält: Es ist direkt unter dem Auspuff montiert.

Stephan Schätzl
Stephan Schätzl
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