Die Abfahrtsgeneralprobe der Damen gut eine Woche vor Olympia ist am Freitag gründlich misslungen. Das Rennen in Crans-Montana wurde nach nur sechs Läuferinnen wegen zahlreicher Stürze abgebrochen. Hier lesen Sie eine Kolumne von Österreichs Doppel-Olympiasiegerin Michaela Dorfmeister:
Die Absage der Abfahrt haben nicht alle verstanden. Einige Läuferinnen werden froh gewesen sein, andere nicht. Aus Sicht der FIS muss man sich folgende Frage gefallen lassen: Wozu gibt es Athletensprecher und Trainer, wenn ich die nicht befrage, sondern über ihre Köpfe hinweg entscheide?
Wobei es der Verband nie jedem recht machen kann. Wären die nächsten Fahrerinnen auch gestürzt, hätte man sich beschwert, dass man nicht früher abgebrochen hat. Die Stürze in Crans-Montana waren aber alle auf Fahrfehler zurückzuführen und hatten nichts mit der Kurssetzung zu tun. Trainer und Aktive hätten die kritischen Stellen einfach besser einschätzen müssen.
„Man sollte auch einmal das Hirn einschalten“
Dass bei der Passage „Fuchsloch“ viel Gegendruck zusammenkommt, ist bekannt. Und die Norwegerin Marte Monsen hätte andere Möglichkeiten gehabt, als voll durch das Tor zu brettern – da sollte man auch einmal das Hirn einschalten. Die Absage ist in mehrfacher Hinsicht schade. Im Kalender gibt es ohnehin nicht viele Abfahrten. Auf Crans-Montana als Olympia-Generalprobe waren alle fokussiert. Da steckt viel Arbeit dahinter – inklusive Training verbrennst du vier Tage Energie.
Apropos Olympia: Ich hoffe, dass es sich für Lindsey Vonn bis zur Abfahrt in Cortina ausgeht. Ohne sie würde eine Topfavoritin fehlen. Und eine, die den Skisport nach außen trägt.
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