Venn-Watson und Kollegen von der amerikanischen Meeresbehörde NOAA präsentierten ihre Forschungsergebnisse am Donnerstagabend auf der Jahrestagung des US-Wissenschaftsverbandes AAAS in San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien. Die Gruppe wies anhand von Blutproben nach, dass Delfine im weiten Meer dazu tendieren, sich den Magen vollzuschlagen und dann mehrere Stunden zu pausieren. In dieser Fastenphase gleiche ihr Blutbild dem von Menschen mit Diabetes, sagt die Forscherin. Sowie sie fressen, sei der Zustand beendet.
Ständiger Bedarf an Blutzucker
Ein Grund für den ähnlichen Umgang mit Kohlenhydraten bei Mensch und Delfin könnte sein, dass beide Arten für ihr - im Vergleich zu anderen Arten - enorm großes Hirn ständig Blutzucker brauchen, erklärt die Forscherin. Dieser Bedarf dürfte ihrem ähnlichen Glukose-Metabolismus, Diabetes eingeschlossen, zugrundeliegen.
Während chronische Insulin-Resistenz Diabetikern eine strikt zuckerarme Ernährung abverlangt, könnten Delfine den "Ein-und-Aus-Schalter" für ihre Insulin-Resistenz im Verlauf der Evolution entwickelt haben, um die fisch- und damit eiweißreiche Meeresnahrung - und den Mangel an Kohlenhydraten aus Pflanzennahrung - besser vertragen zu können.
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