Mitarbeiter beschimpft

Mädchen in Bibliothek belästigt und fotografiert

Schwerer Schock für vier junge Mädchen aus Linz! Sie wurden vor der Bibliothek im Wissensturm von einem Mann zunächst nach Alter, Name und Adresse gefragt und dann auch noch fotografiert. Die Ordnungswache wurde zu Hilfe gerufen. Als der Verdächtige auch zu randalieren begann, wurde die Polizei alarmiert.

Eigentlich hatten die vier Mädchen einen gemütlichen Lesenachmittag im Linzer Wissensturm geplant. Es kam aber ganz anders. Ein bis dato unauffälliger „Bibliotheks-Stammgast“ sprach sie mit ausländischem Akzent an. Er wollte von ihnen wissen, wie sie heißen, wie alt sie sind und wo sie wohnen. Die schwer schockierten Teenager verweigerten ihm die Antwort. Los wurden sie den Mann aber nicht. Er knipste von einem anderen Tisch aus Fotos von den Mädchen.

Wüste Beschimpfungen der Mitarbeiter
Die Bibliotheksleitung registrierte den Vorfall und informierte den Ordnungsdienst. Dieser war rasch zur Stelle. Daraufhin begann der Mann, die Sicherheitsbeamten und Mitarbeiter der Bibliothek wüst zu beschimpfen. Die Stadtwache alarmierte die Polizei. Doch weil der Tobende sich nicht ausweisen konnte, wurde er auf die nahe liegende Wache beim Bahnhof mitgenommen. Dort blieb er nur kurz. „Er hat seine Identität nachweisen können und wir haben ihn wieder gehen lassen“, erklärt Stadt-Polizeichef Karl Pogutter. Der Vorfall wurde nicht „eingetragen“, deshalb auch keine Anzeige erstattet.

Um Begleitung gebeten
Für den Ordnungsdienst ging der Einsatz hingegen noch weiter. „Als der Verdächtige das Haus verlassen hatte, fragten uns die Leiterin und die Kinder, ob wir sie nach Hause begleiten können, da sie sehr verängstigt und verstört waren“, sagt einer der Ordnungsmitarbeiter. Drei Mädchen erhielten bis zur Bushaltestelle eine Begleitung. Ein Kind wurde bei der Haustüre der Mutter übergeben.

Hausverbot erhalten
Auf den Vorfall hat mittlerweile auch die Wissensturm-Leitung reagiert. Direktor Julius Stieber erteilte dem Mann auf unbestimmte Zeit ein Hausverbot: „Eigentlich sprechen wir meist ein zeitlich begrenztes Verbot aus. Doch der Mann ist höchst unangenehm aufgefallen und hat herumgeschrien.“ Die Frage, ob Alkohol oder Drogen im Spiel waren, wollte Stieber nicht beantworten.

Mario Zeko
Mario Zeko
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Newsletter