03.02.2019 09:44 |

In Hongkong gesprengt

Deutsche Granate mit Erdäpfellieferung verschickt

Eine deutsche Granate aus dem Ersten Weltkrieg ist mit einer Schiffsladung französischer Erdäpfel in eine Chips-Fabrik in Hongkong gelangt. Dort wurde der Sprengkörper am Samstag entdeckt und noch an Ort und Stelle von Experten entschärft.

Videoaufnahmen zeigen, wie die acht Zentimeter breite und rund ein Kilo schwere Granate von den Experten in der Fabrik unschädlich gemacht wurde. Mehr als 100 Jahre nach Kriegsende war die Granate nicht mehr besonders stabil, wie ein Sprecher der Polizei erklärte. Sie sei im Krieg zwar gezündet worden, aber nicht explodiert.

Ehemalige Schützengräben als Acker genutzt
Der Militärhistoriker Dave Macri von der Universität Hongkong ging davon aus, dass die Granate während des Kriegs in den Schützengräben Frankreichs zurückgeblieben war, entweder versehentlich oder nach der Zündung. „Der Graben wurde dann aufgefüllt und als Acker genutzt“, sagte er der Zeitung „South China Morning Post“. Der Sprengsatz sei nun zusammen mit der Ernte wieder ans Tageslicht gekommen und nach Hongkong verschifft worden.

Immer wieder Funde von Kriegsrelikten
In Hongkong müssen Sprengstoffexperten immer wieder historische Geschosse entschärfen. Meistens handelt es sich dabei jedoch um Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg, welche die US-Armee über der japanisch besetzten Stadt abwarf.

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