29.01.2019 09:31 |

55-Jähriger in U-Haft

Telefonterror: Arzt alarmierte 300-mal Polizei

Jahrelang hat er im Raum Spittal einen angesehenen Beruf ausgeübt, jetzt sitzt ein 55-Jähriger unter schwerem Verdacht in Untersuchungshaft: Der Mann soll binnen drei Tagen 300 falsche Notrufe abgesetzt und bei einem Einsatz Polizisten verletzt haben. „Er hat ein gestörtes Verhältnis zur Polizei“, erklärt sein Verteidiger.

Schon in den vergangenen Jahren hatte es mit dem Mediziner immer wieder Probleme gegeben. Diese haben mittlerweile auch schon zu Verurteilungen geführt. Beim bislang letzten Prozess wurde der Mann als eingeschränkt zurechnungsfähig eingestuft. Diesmal droht ihm aber überhaupt eine Einweisung.

„Ein psychiatrischer Sachverständiger wird meinen Mandanten untersuchen“, berichtet der auf Strafrecht spezialisierte Villacher Anwalt Hans Gradischnig. Vorgeworfen wird dem Mann nicht nur, dass er – wie berichtet – die Spittaler Einsatzzentrale binnen drei Tagen mit 300 Notrufen terrorisiert hat, sondern auch, dass er nach einer erfundenen Anzeige zwei Beamte verletzt habe, als diese mit ihm reden wollten.

„Er hat ein gestörtes Verhältnis zur Polizei, fühlt sich von den Beamten ungerecht und respektlos behandelt“, berichtet Gradischnig. Doch auch bei der Haftprüfung am Landesgericht Klagenfurt fiel der 55-Jährige äußerst ungut auf: Er beschimpfte eine Richterin massiv. Vorerst bleibt der „Herr Doktor“, wie er gern genannt wird, also hinter Gittern.

Kerstin Wassermann
Kerstin Wassermann
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