25.01.2019 12:44 |

Umbau ab 4. Februar

U4-Station Pilgramgasse bald für ein Jahr gesperrt

Ab 4. Februar müssen Nutzer der Wiener U-Bahn-Station Pilgramgasse neue Öffi-Wege beschreiten. Denn die einstige Stadtbahn-Haltestelle wird für rund ein Jahr gesperrt. Wegen der Bauarbeiten für die Verlängerung der U2, die in einigen Jahren ebenfalls die Pilgramgasse anfahren wird, wird die Station völlig neu gestaltet. Die Züge fahren dort bis 31. Jänner 2020 durch. Ersatzbusse gibt es nicht, was bei ansässigen Unternehmern für Unmut sorgt.

Dass die Sperre jetzt schon beginnt, liegt laut Wiener Linien daran, dass bei der Station zwei Projekte aufeinandertreffen. Nicht nur die Verlängerung der U2 zum Matzleinsdorfer Platz wirkt sich aus, auch die Arbeiten für die Modernisierung der U4 spielen hier eine Rolle.

Diese werden auch dazu führen, dass die U4 heuer im Sommer noch auf einem beträchtlichen Streckenteil, nämlich von Karlsplatz bis Längenfeldgasse, eingestellt wird. Einen Vorgeschmack darauf gibt es schon am 3. Februar: Am Abend dieses Tages wird die U4 zwischen Landstraße und Hütteldorf für einige Stunden stillgelegt.

Alle aktuellen Infos zu den Bauarbeiten und Teilsperren entlang der U4 finden Sie hier.

In der Pilgramgasse werden die baulichen Veränderungen am sichtbarsten sein: Mit Ausnahme des denkmalgeschützten Otto-Wagner-Aufganges werden bis Anfang 2020 die komplette Station und beide Bahnsteige abgetragen bzw. neu errichtet, hieß es.

Kein Ersatzbus für Sperre vorgesehen
Ersatzbusse gibt es für die Sperre der Pilgramgasse nicht. Das hat schon im Vorfeld Auswirkungen. Einem ansässigen Friseur laufen die Mitarbeiter davon, weil die Anfahrt zur Arbeit zu umständlich sei. „Im Vorjahr hatte ich noch sechs Mitarbeiter. Jetzt einen Lehrling und meine Frau, die ich anlernen muss“, sagt Muhamed Saric, der einen Friseursalon in der Rechten Wienzeile 93-95 betreibt.

Zumindest ein Teil seiner Ex-Mitarbeiter habe ausdrücklich wegen der umständlichen Anfahrt gekündigt. „90 Prozent meiner Kunden kommen mit der U-Bahn. Auch viele Angestellte sind auf die Öffis angewiesen.“

Sperre bringt ein Dutzend Betriebe in Bedrängnis
Wirtschaftsbund-Obfrau Maria Böhm schätzt, dass die Sperre mindestens ein Dutzend Betriebe in Bedrängnis bringt. „Die meisten leben von der Laufkundschaft. Etwa von den Schülern, die zum BFI gehen. Die nehmen dann einen anderen Weg.“ Böhm fordert einen Ersatzbus und bringt dazu im Margaretener Bezirksparlament einen Antrag ein.

Die Wiener Linien sehen aber keinen Grund für einen Ersatzverkehr. Empfohlen wird, auf die nächstgelegenen U4-Stationen oder die umliegenden Buslinien (12A, 13A, 14A, 57A, 59A) auszuweichen. Die 650 Meter entfernte U-Bahn-Station Kettenbrückengasse sowie die rund 950 Meter entfernte Station Margaretengürtel sind regulär in Betrieb, wird betont. Die Busse werden zum Teil in dichteren Intervallen durch die Stadt kurven.

Bis die U2 auf der neuen Strecke unterwegs sein darf, werden noch einige Jahre vergehen. Dies wird laut den derzeitigen Plänen voraussichtlich erst 2027 der Fall sein. Die neue U5, die dann vom Frankhplatz bis zum Karlsplatz fahren wird, soll 2025 eröffnet werden. 2027 soll die neue U-Bahn-Linie dann bis zum Elterleinplatz geführt werden.

Kronen Zeitung/krone.at

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