So etwas hat die Klagenfurter Friseurin in ihrer doch schon längeren Berufslaufbahn noch nicht erlebt. Sie schildert: "Da ist ein älterer Herr mit vier Jugendlichen, alle haben südländisch ausgesehen, aber gut Deutsch gesprochen, in den Salon gekommen. Er sagte, die Burschen seien Verwandte von ihm, und verlangte für alle einen Vokuhila-Schnitt."
Zur Erklärung: "Vokuhila" ist die Abkürzung für "vorne-kurz-hinten-lang" und steht für eine Männer-Frisur, die in den 80er- und noch Anfang der 90er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts "in" war.
"Herrschaften waren sehr heikel"
Die Friseurin nahm also ihre Arbeit auf: "Die Herrschaften waren sehr heikel, dort musste ich noch nachschneiden und da ein paar Härchen, und die Koteletten mussten ganz spitz zulaufen. Es war wirklich viel Arbeit."
"Diese Gauner erwischt man nicht"
Die Kunden erzählten noch, sie bräuchten so schöne Frisuren, weil sie zu einer Tauffeier mit 200 Gästen geladen seien. Nach getaner Arbeit wollte die Chefin kassieren: "Doch plötzlich sind alle auf und davon, ich noch nach, aber ich hatte keine Chance." Die Polizei hat sie gar nicht gerufen: "Diese Gauner erwischt man ohnehin nicht." Der Schaden für den Salon: 100 Euro.
von Martin Radinger, "Kärntner Krone"
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