18.01.2019 11:26 |

Mord am Hauptbahnhof

Schwester erstochen: Täter (21) auf Krankenstation

Nach der tödlichen Messerattacke auf seine eigene Schwester befindet sich der 21 Jahre alte mutmaßliche Täter Eyob E. mittlerweile auf der Krankenstation der Justizanstalt Wien-Josefstadt. Vertreten wird der ursprünglich aus Äthiopien stammende junge Mann von Anwältin Astrid Wagner, die als Grund für die Überstellung „psychiatrische Auffälligkeiten“ erklärte. Der 21-Jährige hatte gegenüber der Polizei bereits ein Geständnis abgelegt. Auf die Frage, warum er seine 25-jährige Schwester in der Nacht auf Dienstag am Wiener Hauptbahnhof mutmaßlich mit einem Küchenmesser attackierte und tötete, machte der Verdächtige bis dato - wie berichtet - lediglich wirre Angaben. Über den Verdächtigen wurde U-Haft verhängt.

Zudem wurde in dem Fall ein toxikologisches Gutachten angefordert, um zu prüfen, ob der Tatverdächtige zum Tatzeitpunkt unter dem Einfluss von Substanzen stand. Wie berichtet, hatte Eyob E. in der Vergangenheit mit Drogenproblemen zu kämpfen gehabt, den Drogen dann jedoch zumindest vorübergehend abgeschworen und sein Leben in geregeltere Bahnen gelenkt. Zuletzt dürfte der 21-Jährige mit spanischer Staatsbürgerschaft wieder ins Suchtgiftmilieu abgerutscht sein.

Psychiatrisches Gutachten
Überdies wird wohl auch ein psychiatrisches Gutachten seitens der Staatsanwaltschaft in die Wege geleitet werden, da der Verdächtige einen wirren Eindruck macht, so Wagner weiter. Seine Angaben bezüglich des Motivs für die Bluttat an seiner Schwester seien „wirr und widersprüchlich“, so die Verteidigerin weiter.

Der 21-Jährige steht im dringenden Verdacht, in der Nacht auf Dienstag am Wiener Hauptbahnhof mehrfach auf seine Schwester eingestochen zu haben. Die 25-Jährige war offenbar gemeinsam mit ihrer Halbschwester in die Bundeshauptstadt gereist, um mit dem 21-Jährigen das Gespräch zu suchen. So hatte die Familie bereits seit einiger Zeit nichts mehr von dem jungen Mann gehört. Sie machte sich Sorgen und wollte offenbar dem 21-Jährigen ins Gewissen reden. Doch die geplante Aussprache endete in einer blutigen Tragödie.

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