Wie jeder neue Häftling wurde der 24-Jährige nach der Bluttat am Freitag dem "Haft-Zuweisungs-Programm" unterzogen. "Bei diesem Vorgang zur Suizid-Prävention hat unser System bei dem Klagenfurter Alarm geschlagen. er wurde überwacht", bestätigt Alfred Steinacher, Sprecher der Vollzugsdirektion.
Der Verdächtige wurde daraufhin zur Behandlung in die Psychiatrie des Landeskrankenhauses Klagenfurt eingeliefert. "Er wurde von einem erfahrenen Oberarzt behandelt, der ihn aber nicht als akut suizidgefährdet beurteilt hat", weiß Dr. Peter Lind, medizinischer Leiter des LKH.
"Es gibt keinen garantierten Schutz"
Und so wurde der Verdächtige, gegen ihn wurde wegen versuchten Mordes ermittelt, wieder in die Zelle gebracht. Sein Mithäftling fand ihn Montag um 6.10 Uhr früh tot auf der Toilette: erhängt mit einem Hosengürtel. "Es gibt keinen garantierten Schutz dagegen. Wir hatten auch Häftlinge, die sich mit ihrem Leintuch erhängten", so Steinacher.
Opfer weiterhin in Lebensgefahr
Der Zustand des Opfers der Prügel-Attacke hat sich am Dienstag übrigens drastisch verschlechtert. Der 29-Jährige schwebt in Lebensgefahr.
von Thomas Leitner, "Kärntner Krone"
Symbolbild
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